13.09.2025, 20:59
Zwanzig Jahre Klarträumen – eine ganze Lebensspanne, ein weiter Weg. In dieser Zeit könnte man ein Studium beenden, Kinder großziehen, an Universitäten forschen, eine Band gründen, Festivals ins Leben rufen… und zugleich jede Nacht bewusst verweilen im Reich der Träume. 
Ich habe nie eine solch lange Reise geplant. Sie geschah aus reiner Begeisterung. Ein Funke, der sich nicht löschen ließ, sondern mich immer wieder zurückrief in diese Welt der Klarheit im Schlaf. Und was für ein Glück: getragen von einer Gemeinschaft, vom Klartraumforum, habe ich gelernt, geteilt, gestaunt, geschrieben, hunderte Träume aufgezeichnet. Ohne diese liebevollen, feinsinnigen und manchmal herrlich verrückten Menschen wäre dieser Weg niemals so bunt, lebendig und tragfähig geworden. Dafür empfinde ich tiefe Dankbarkeit.
Doch Klarträumen blieb für mich nicht nur Spiel oder Neugier. Es wurde Forschung, Erfahrung, ein Lebensweg. Ich durfte in renommierten Schlaflaboren verweilen – in Mannheim, München, Dresden, Osnabrück – und erleben, wie Wissenschaft versucht, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Mit Elektroden am Kopf, im Kernspintomographen, im Faradayschen Käfig meditierend. Ich habe Alpträume unter Messgeräten erfahren, Mathematikaufgaben im Traum gelöst, das freie Bewusstsein im Schlaf objektiv bestätigen lassen. Welch seltenes Geschenk: für das eigene Staunen auch noch Probandengeld zu erhalten!
Mit den Jahren verschob sich der Fokus: Von den kurzen, oft flüchtigen Klarträumen hin zur Stabilität und Dauer. Und so öffnete sich eine tiefere Dimension: die Basale Klarheit – ein Raum jenseits von Bildern, jenseits von Geschichten. Ein Leuchten ohne Quelle, ein Frieden ohne Bedingungen. Gemeinsam mit anderen Träumenden begann ich, dieses Randgebiet zu erforschen. Wie glücklich war ich, dass unsere Erfahrungen schließlich sogar im Buch „Der Elefant und die Blinden“ von Thomas Metzinger ihren Widerhall fanden.
Doch Träumen allein genügte nicht. Früher oder später entsteht das Bedürfnis nach Brücken zwischen Traum und Wachen. Eine Brücke wurde die Traumschuudan-Liege, ein schlichtes, wundervolles Instrument, das Menschen auf Festivals und in Yogazentren in Trance führt, in Hypnagogien, in Berührung mit dem Unbewussten. Eine andere Brücke nenne ich Lucid Living: die Prinzipien des Klarträumens in den Tag zu tragen, wacher zu leben, die Klarheit nicht nur nachts, sondern auch im Alltag zu üben.
So entstand schließlich ein weiteres Herzensprojekt: das First Handpanfestival Dresden, ein Fest, in dem Musik, Körperpraxis, Stille und Traumarbeit ineinanderfließen. Ein Traum, der sich in Klang, Tanz und Gemeinschaft verwandelt hat.
Und dennoch: meine Reise ist nicht abgeschlossen. Ich habe den Strom des Seins erst am Rande berührt, die Basale Klarheit zu selten durchschritten, zu wenig Wunder in der Tiefe der Nacht entfaltet. Doch ich weiß: Zeit bleibt mir. Bis zu meinem letzten Atemzug, am 19. Oktober 2053, will ich diesen Weg fortsetzen, weiter lernen, tiefer forschen, mich immer wieder vom Bewusstsein selbst ergreifen lassen.
Die nächsten zwanzig Jahre mögen kommen!
Der Weg der Klarheit – er endet nie!
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Ich habe nie eine solch lange Reise geplant. Sie geschah aus reiner Begeisterung. Ein Funke, der sich nicht löschen ließ, sondern mich immer wieder zurückrief in diese Welt der Klarheit im Schlaf. Und was für ein Glück: getragen von einer Gemeinschaft, vom Klartraumforum, habe ich gelernt, geteilt, gestaunt, geschrieben, hunderte Träume aufgezeichnet. Ohne diese liebevollen, feinsinnigen und manchmal herrlich verrückten Menschen wäre dieser Weg niemals so bunt, lebendig und tragfähig geworden. Dafür empfinde ich tiefe Dankbarkeit.

Doch Klarträumen blieb für mich nicht nur Spiel oder Neugier. Es wurde Forschung, Erfahrung, ein Lebensweg. Ich durfte in renommierten Schlaflaboren verweilen – in Mannheim, München, Dresden, Osnabrück – und erleben, wie Wissenschaft versucht, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Mit Elektroden am Kopf, im Kernspintomographen, im Faradayschen Käfig meditierend. Ich habe Alpträume unter Messgeräten erfahren, Mathematikaufgaben im Traum gelöst, das freie Bewusstsein im Schlaf objektiv bestätigen lassen. Welch seltenes Geschenk: für das eigene Staunen auch noch Probandengeld zu erhalten!

Mit den Jahren verschob sich der Fokus: Von den kurzen, oft flüchtigen Klarträumen hin zur Stabilität und Dauer. Und so öffnete sich eine tiefere Dimension: die Basale Klarheit – ein Raum jenseits von Bildern, jenseits von Geschichten. Ein Leuchten ohne Quelle, ein Frieden ohne Bedingungen. Gemeinsam mit anderen Träumenden begann ich, dieses Randgebiet zu erforschen. Wie glücklich war ich, dass unsere Erfahrungen schließlich sogar im Buch „Der Elefant und die Blinden“ von Thomas Metzinger ihren Widerhall fanden.
Doch Träumen allein genügte nicht. Früher oder später entsteht das Bedürfnis nach Brücken zwischen Traum und Wachen. Eine Brücke wurde die Traumschuudan-Liege, ein schlichtes, wundervolles Instrument, das Menschen auf Festivals und in Yogazentren in Trance führt, in Hypnagogien, in Berührung mit dem Unbewussten. Eine andere Brücke nenne ich Lucid Living: die Prinzipien des Klarträumens in den Tag zu tragen, wacher zu leben, die Klarheit nicht nur nachts, sondern auch im Alltag zu üben.

So entstand schließlich ein weiteres Herzensprojekt: das First Handpanfestival Dresden, ein Fest, in dem Musik, Körperpraxis, Stille und Traumarbeit ineinanderfließen. Ein Traum, der sich in Klang, Tanz und Gemeinschaft verwandelt hat.
Und dennoch: meine Reise ist nicht abgeschlossen. Ich habe den Strom des Seins erst am Rande berührt, die Basale Klarheit zu selten durchschritten, zu wenig Wunder in der Tiefe der Nacht entfaltet. Doch ich weiß: Zeit bleibt mir. Bis zu meinem letzten Atemzug, am 19. Oktober 2053, will ich diesen Weg fortsetzen, weiter lernen, tiefer forschen, mich immer wieder vom Bewusstsein selbst ergreifen lassen.
Die nächsten zwanzig Jahre mögen kommen!
Der Weg der Klarheit – er endet nie!
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Und danke, dass du ihn in weiten Teilen hier geteilt hast. Gerade der Humor und die kreative, lebendige, dir ganz eigene Art, die Dinge und deine Erlebnisse zu beschreiben, machen einfach Spaß, wenn man durch deine Beiträge streift!
wir hatten einfach eine wunderbare Zeit.
Aber wie auch immer Don, ich gratuliere dir zu zwanzig erfüllten und erfolgreichen Jahren in der Welt der Träume und des erweiterten Bewusstseins.