Klartraumforum

Normale Version: Die Heldenreise im Klartraum: Teil 3
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Thema: Auflösung der Ebenen und die Findung des inneren Pfades im Traum + Tipps & Tricks

Im 1. Teil der Heldenreise habe ich die regenerierenden und heilsamen Kräfte, die sich hinter meinem initiatorischen Tod verbergen, erläutert. Link: Die Heldenreise im Klartraum: Teil 1
 
Im 2. Teil hat sich die Heldenreise in eine spirituelle, mystische und religiöse Richtung entwickelt. Mein Traum-Ich hat sein Heldentum überwunden und sich auf den Pfad eines geistigen Schülers und Lehrlings begeben. Dabei halfen ihm seine Mentorinnen und Mentoren seinen inneren Kompass Richtung Liebe und Wahrheit auszurichten. Link: Die Heldenreise im Klartraum: Teil 2
 
In diesem 3. Teil der Heldenreise (und somit dem dritten Akt) werde ich auf die Findung der spirituellen und emotionalen Mitte meines Traum-Ichs eingehen, der mit dem Abschlusstraum „Die Auflösung der Ebenen“ zusammenfällt.

Am Ende des Threads stelle ich Tipps und Tricks aus meiner Traumarbeit vor.
 
Ich möchte mit diesem Thread auf ein Etappenziel meiner Reise hinaus, das es mir erlaubte, hinter den Vorhang meines Ichs noch weiter zu schauen. Ich werde diesen Beitrag in drei Abschnitte unterteilen.
 
Im 1. Abschnitt werde ich auf die Träume eingehen, die auf die verschiedene Ebenen im Traum hinweisen und wie sie ineinandergreifen. Hier kommt das innere Kind dabei immer mehr zum Vorschein und seine Rolle, wie es auf die verschiedenen Ebenen zugreift und diese bestimmt.
 
Im 2. Abschnitt werde ich auf die Schritte eingehen, die das Innenleben meines Traum-Ichs ins Gleichgewicht gerückt haben.
 
Im 3. Abschnitt beschreibe ich den (vorrübergehenden) Abschluss meiner Traumarbeit, der in einem Abschlusstraum, den ich die „Auflösung der Ebenen“ nenne, mündet. Rückwirkend hat sich dieser als Etappenziel meiner Reise herauskristallisiert, der mich mich zur Findung meiner spirituellen und emotionalen Mitte meines Traum-Ichs geführt hat.
 
Im 1. und 2. Threads habe ich meine transzendenten Träume eher nach Themen sortiert und zusammengefasst, und nicht in ihrem korrekten zeitlichen Ablauf aufgelistet. Im originalen Ablauf kann man gut nachverfolgen, wie diese Form von Traumarbeit sich kontinuierlich aufbaut und einen klaren roten Faden verfolgt:
Am Anfang der Reise, war das Sterben des eigenen Traum-Ichs gegeben, was mich später zu der Aktiv-Passiv-Regel führte und schließlich die Traumfigur Albert Einstein mir den Motor und die treibende Kraft für die Reise nach Innen offenbarte: Das Pendel im Kopf.
Ohne dass ich es ahnte, verfolgten ich mit der Aktiv-Passiv-Regel und dem Pendel im Kopf dieses ganz konkrete Ziel. Nach fünf Lehrjahren hat der Abschluss meiner ersten Etappe stattgefunden, so als ob alle bis dahin erlebte Träume, Kurzgeschichten wären, die in diesen einem Abschlusstraum „Auflösung der Ebenen“ führen und somit (vorerst) das große „Ganze“ ergaben. Um zu verstehen, warum dies eine „Etappensieg“ für meine Traumreise ist, möchte ich noch paar transzendente Träume vorstellen, die sich auf den Ebenenwechsel im Traum konzentrieren.
 
»Granaten«  //  TZT  //  02.01.2009
Ich wache in meinem Bett auf. Ein kleines Baby ruft mich aus dem Nebenzimmer. Ich gehe hin, nehme es in die Arme und habe es lieb wie mein eigenes. Das Baby wird etwas größer und älter. Ich habe Respekt vor ihm, weil es für seine nun vier Jahre sehr intelligent ist, erstaunlicherweise viel intelligenter als ich. Ich soll für ihn das Zimmer aufräumen, doch ich habe keine Zeit dafür.
Ortswechsel: Ein böser Mann will, dass ich eine Bombe baue, um ein gegenüberliegendes Gebäude in die Luft zu sprengen. Ich weigere mich, dies zu tun. Er legt mir dennoch zwei Handgranaten in die Hand, anstatt sie zu werfen, stecke ich sie mir in den Mund. Ich esse sie auf, damit keine Menschen im gegenüberliegenden Gebäude oder auf der Straße verletzt werden. Sie explodieren nicht, sondern verpuffen in meinem Magen. Der böse Mann ist plötzlich weg. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich richtig oder falsch verhalten habe. Kurz vor meiner Reaktion habe ich das Wort »Mund« in meinem Kopf vernommen und die Granaten daraufhin einfach gegessen. Alle Menschen sind überrascht, denn ich habe die Aufgabe gelöst und die Prüfung bestanden. Keinem ist etwas passiert. Eine Frau steht mir gegenüber und meint: »Du hast es gut gemacht.« Die Passanten verschwinden, als ob sie nur Komparsen oder Schauspieler wären.
Ich wache auf und habe das Gefühl, dass sich eine destruktive Stimmung in meinem Bauch aufgelöst hat.
 
Notiz: Ich entdecke, dass alle Figuren Schauspieler meiner kreierten Simulationen sind.
 
»Neustart des Gehirns«  //  TZT  //  08.04.2009
Es geht um eine Erfindung. Es handelt sich um einen neuen biologischen Leiter, der Informationen schneller als das Licht leiten kann. Die Wissenschaftler und deren Gäste feiern ihren Erfolg. Ich bin skeptisch gegenüber der Erfindung, bei meiner Überprüfung finde ich keine Fehler, sondern stelle fest, dass alles gut durchdacht ist. Plötzlich entwickelt die Erfindung, die auf einem biologischen System aufgebaut ist, wie ein Computervirus ein Eigenleben. Der Virus versucht, alle Menschen in seine Gewalt zu bringen und ihre Gehirne mit den biologischen Leitungsbahnen zu verbinden. Wir geraten in Panik, laufen weg, aber der Virus ist zu schnell und verwandelt jeden Menschen in einen Roboter. Nur ein paar von uns entkommen über einen Balkon. Als wir glauben, draußen in Sicherheit zu sein, hat der Virus bereits die ganze Umgebung unter Kontrolle. Dinosaurier und Prädatoren, die wie Maschinen aussehen, sind ihre Soldaten. Wir haben keine Chance, ich gebe auf, sofort beißt mir ein Dinosaurier in den Arm. Ich fühle keinen Schmerz. Mein Arm fühlt sich wie Pappe an. Plötzlich steht eine Frau neben mir. Sie ist halb Roboter, halb Mensch. Sie steckt mir einen der biologischen Leiter in mein Gehirn. Ich merke, wie der Virus mein Gehirn infiziert. Ich sehe – wie im Film »Matrix« – den DNA-Code des Virus über mein Gesichtsfeld laufen. Dann wird mein Gehirn heruntergefahren. Dunkelheit. Ich halte still. Nach ein paar Sekunden wird mein Gehirn wieder hochgefahren. Ich bin in einem Computermenü, in dem ich mir ein Computer-Spiel aussuchen kann. Ich wähle ein futuristisches Spiel aus und merke, dass der Traum wieder von vorne anfängt. Ich schalte das Spiel und den Computer aus und nehme meine Virtual-Reality-Brille ab. Ich bin etwa zwölf Jahre alt. Ich lasse alle Spiele liegen, nehme den Computer und verlasse die Wohnung. Dabei wache ich auf.
Ich bin völlig lädiert. Meine Organe im Innern entspannen sich.
 
Notiz: Die Begeisterung, die Zweifel und die Angst haben mich so stark mitgenommen, dass mein Gehirn sich ausgeschaltet, ein Blackout initiiert und ein Neustart veranlasst hat. Dabei konnte ich mein Traum-Ich als ein spielendes Kind wahrnehmen, das sich die Simulationen (Computerspiele) zum eigenen Vergnügen aussucht. Der Neustart des Gehirns wird ab nun öfter veranlasst und ich erhalte so die Gelegenheit, meine subjektive Perspektive vorübergehend aufzugeben.
 
»Schlangenbisse«  //  LT + TZT  //  06.08.2009
Ich bin in einem Club voller Menschen und lasse mich von der positiven Stimmung anstecken. Auf einmal wird mir klar, dass alles Fiktion ist und bleibe in der Mitte des Clubs stehen. Ich werde ruhig und alle meine Gedanken stehen still.
Alle Figuren drehen sich erschrocken zu mir um. Sie wissen, dass ich mir des Traums nun bewusst bin und ihn nach meinen Wünschen manipulieren kann. Ich bleibe ruhig stehen, denn ich will niemanden Angst machen. In diesem Moment zieht mich ein starker Sog durch die gegenüberliegende Wand. Ich fliege durch sie hindurch und bin in einem Nebenraum. Ein muskulöser, tätowierter Typ spricht zu mir, aber ich versuche, darauf nicht zu reagieren. Er holt zwei Schlangen aus einer ägyptischen Vase heraus und setzt sie auf meinen Kopf. Ich ignoriere sie und habe das Gefühl, dass er mich mit seinem Gequatsche von meiner möglichen Angst ablenken will. Ich bin ihm dankbar dafür.
Erst lässt er die erste, dann die zweite Schlange in die rechte vordere Gehirnhälfte beißen und drückt dort die Gifte aus. Der Biss tut etwas weh. Alle Nerven im Körper werden bis zu meinen Unterleib entspannt.
Ich werde eingeschläfert und wache in einer photorealistischen Stadt auf. Alles wirkt friedlich. Es nieselt etwas. Eine Frau führt mich irgendwo hin. Wir kommen in eine Sushi-Bar. Innen ist es sehr edel, die Tische für eine gehobene Gesellschaft gedeckt. Für mich fühlt es sich an, als käme ich aus der Gosse und dürfte jetzt in diesem noblen Lokal sein. Die Frau verwandelt sich in eine Kellnerin und reicht mir die Speisekarte. Ich bin überrascht, dass sie meinen Gedanken erahnt hat, obwohl ich ihn noch gar nicht hatte. Aber ich weiß intuitiv, mein nächster Gedanke wäre gewesen, nach einer Speisekarte zu fragen. Weil ich über dieses Phänomen verblüfft bin, blendet sich der Traum aus. Dunkelheit. Mein Körper fühlt sich sehr schwer an. In diesem Moment weht durch meinen Unterleib Wind hindurch. Ich habe Angst und versuche ihn mit meinen Händen zu schützen. Der Wind wird stärker, durchdringt meine Hände, dringt tief hinein in meinen Bauch und durch ihn hindurch. Mein Körper scheint von unten geöffnet zu sein, sodass ein frischer Wind hindurchströmen kann. Jetzt wird noch der Rest des Körpers durchlüftet.
 
Notiz: Das Unbewusste weiß immer, welchen nächsten Gedanken ich bekomme und welche Entscheidung und Konsequenzen sich daraus ergeben: Ich bin in geschützten Räumen. Der Wind des Geistes und des Lebens durchdringt zunehmend meinen Körper.
 
»Black Out«  //  TZT  //  17.03.2010
Ich sitze neben zwei Polizisten auf einem Beobachtungshügel, das Haus gegenüber im Blick. Einem Polizisten schaue ich ins Gesicht. Er sieht mich an, als wäre ich ein uneinsichtiger Teenager. Ich gehe auf die andere Straßenseite zum Haus. Dort wohnt eine ausländische Familie, die freundlich, und überfordert mit zwei schreienden Babys ist. Es sind siamesische Zwillinge mit entstellten Gesichtern. Ich setze mich zu ihnen. Sie beruhigen sich und spucken mir Pillen mit ihrer Krankheit in meinen Mund, die ich mit einem Glas Wasser hinunterspüle. In diesem Moment bekomme ich einen Black Out. Plötzlich ist alles dunkel.
Eine Zahl erscheint wie auf einem Computerbildschirm in meinem Sichtfeld und zählt von acht abwärts. Die Traumsituation wird wieder eingeblendet. Ich sitze vor einem Bildschirm und sehe noch einmal, wie ich als Teenager bei den Polizisten sitze und dann zu der ausländischen Familie hinüber gehe. Ich merke, dass ich in diesem Szenario nur eine Spielfigur in einem alten Computerspiel mit veralteter Grafik bin.
 
Notiz: Ich werde häufiger darauf hingewiesen, dass ich eine Spielfigur bin, die sich von Emotionen bestimmen lässt: So werde ich von einer höheren Ebene im Griff gehalten. Dabei erscheint häufig eine Downloadfläche oder ein Upload-Feld in meinem Sichtfeld, das eine höhere Beobachterebene hochlädt. Das ist natürlich nur eine visualisierte Hilfestellung, um die Kausalkette und das Gefühl von Zeit für mich zu erhalten, denn sonst könnten ich mich erschrecken, wenn die nächste Ebene zu plötzlich erscheint. Es ist ein Hilfsmittel, um mir das Betreten der Beobachterebenen zu ermöglichen. Ich erhalte die Visualisierungshilfe, die meiner Phantasie und Vorstellungskraft entspricht.
 
»Verbotene Welt«  //  TZT + H  //  14.01.2011
Ich versuche gemeinsam mit meiner Lebenspartnerin einzuschlafen. Aus Erfahrung weiß ich, dass wir nun gemeinsam in eine tiefere Ebene fallen können. Im Bett schläft meine Lebenspartnerin bereits, ich will es ihr nachmachen (und somit neben sie einschlafen, um so gemeinsam in die vollkommene Stille zu treten). Daraufhin kommt aus dem Dunkeln ein älterer Mann auf unser Bett zu und meint zu mir, dass wir dieses Vorhaben stoppen sollen. Er sagt: »Die andere Welt ist uns noch verboten«. Dabei fasst er mir spürbar ans Bein. Ich erschrecke und wache auf.
Im Wachen sehe ich als Halluzination den alten Mann vor mir stehen. Er lässt mein Bein los und löst sich langsam auf. Ich habe keine Angst vor ihm. Ich weiß, dass er mich beschützen wollte, weil ich die andere Welt erzwingen will. Als Schüler bin ich noch nicht soweit.
 
»Weißer Zauberer«  //  Trübtraum  //  28.08.2011
Ich kann mein Gehirn über einen Knopfdruck für 15 Minuten auf Null stellen – alle meine Gedanken zur vollkommenen Ruhe bringen. Daraufhin kämpft ein alter, weißer Zauberer gegen viele Gegner, damit ich dieses Talent irgendwann einmal einsetzen kann. Am Ende des Traums holt eine alte Chinesin ein weißes T-Shirt aus ihrem Reisbeutel, es wird einmal mir gehören.
 
Notiz: Die Fähigkeit, die Gedanken für 15 Minuten zur vollkommenen Ruhe zu bringen, wird oft geübt.
 
»Matrix«  //  TZT  //  01.10.2011
Ein Mann, eher mein Vater, kommt zu mir ans Bett und gibt mir eine Spritze in den Nacken. Er sagt, ich kann den Wagen nun besser beherrschen. Bevor er hinausgeht, fragt er mich, ob ich die Zahlen auf dem Monitor sehen kann. Ich sage: »Ja«. In meinem Gesichtsfeld sehe ich die fallenden grünen Zahlen aus dem Film »Matrix«.  Als ich sie bemerke, verschwinden sie wieder und ich wache auf.
 
Notiz: Immer wieder steuere ich einen Wagen in den verschiedenen Träumen, aber es ist nicht einfach, weil er meist zu schnell ist und ich die Kontrolle über ihn verliere. Ich kann die Kontrolle aufgeben und darauf vertrauen, dass alles gut wird. Der Wagen kann von alleine fahren, so wie der physische Körper eigenständig laufen kann.
 
»Schemenhafte Gestalten«  //  TZT  //  08.11.2011
Im Bett drückt mir eine Frau mit der einen Hand in den Hals und mit zwei Fingern der anderen in meine Augen. Dadurch kann ich schemenhaft weitere Figuren, eher unsichtbare Gestalten, in meinem Zimmer sehen, die ich bis dahin nicht wahrgenommen habe.
 
»Stille«  //  TZT  //  10.03.2012
Weil ich nicht werte und meine Gedanken still sind, kommt ein Monster an mein Bett und steckt mir einen Schnuller in den Mund. Ich fühle mich wie ein Baby. Als würde er zu einem Baby sprechen, sagt er zu mir: »Habe keine Angst vor der Dunkelheit oder der Stille.« Dann geht der transzendente Traum zu Ende, als hätte jemand auf den Ausschaltknopf gedrückt. Alles wird dunkel und still. Mein Gehirn fühlt sich leer an. Weil die Dunkelheit und die Stille so plötzlich hereinbrechen, erschrecke ich mich und wache auf.
 
Notiz: Einen Monat später passiert in einer Trance dasselbe. Im fast wachen Zustand, ich lasse meine Gedanken zur Ruhe kommen, gibt es plötzlich einen Kurzschluss im Gehirn und mein Kopf ist leer. Hundert Prozent Stille. Ich erwache wieder aus der Trance, bleibe im Bett liegen. Die Stille im Kopf hält die nächsten 15 Minuten an. Ich habe keine Angst, es ist nur sehr ungewöhnlich, nichts zu denken. Als ich langsam anfange mich zu bewegen, steigen die normalen Gedanken mit den üblichen Sorgen wieder hoch. Man braucht keine Angst vor dem Kurzschluss haben, der die kurzweilige Leere und den völligen Stillstand im Kopf bewirkt. Es entspannt.
 
»Videoraum«  //  Trübtraum  //  28.03.2012
Mein Traum ist so spannend wie ein Spielfilm, ich bin total begeistert: Eine Frau bekämpft einen bösen Mann, der ihr Kind in eine Schlucht geworfen hat. Bevor sie ihm den Todesstoß versetzen kann, gibt es plötzlich einen Ortswechsel. Ich sehe mich in der 3. Person als einen kleinen Junge, der sich in einem Videoraum befindet, in dem meine Träume abgespielt werden. Auf den anderen Monitoren laufen weitere Filme. Mein Zwang oder der Zwang des kleinen Jungen, das Ende dieses einen Films zu sehen, ist so groß, dass er nicht bemerkt, dass er in einem (anderen) Raum ist und zwischen mehreren Filmen auswählen kann. Ich will den einen spannenden Film zwanghaft zu Ende sehen. Ich wache auf und bin total angespannt.
 
Notiz: Wer ohne Unterbrechung träumt, weiß nicht, dass er einen Traum erlebt. Vielen spirituellen Quellen zufolge schläft kaum ein Wesen so tief und fest wie der Mensch.
___
 
Ein Kind steuert und kreiert von einer höheren Ebene die unteren Ebenen, auf denen ich mich in meinen luziden und transzendenten Träumen befinde. Es hält genauso wie ich an seinen Ängsten und Sehnsüchten fest, damit mein Traun-Ich auf den unteren Ebenen (die einem Spielfilm oder Computerspiel gleichen) diese ausleben oder noch mal durchleben darf. So kreiert mein eigenes, inneres Kind die Matrix meiner Träume.
 
Im dritten Abschnitt dieses Threads wird sich das innere Kind seines Selbst bewusst und führt zur Auflösung der Ebenen in meinen Träumen.
 
Liebe Grüße
 
Bartosz
Zitat: So kreiert mein eigenes, inneres Kind die Matrix meiner Träume
shocked  das passt gerade perfekt zu meinem KT von letzter Nacht, den ich jetzt doch noch in diesem Forum posten sollte !
Wie ist das schon wieder mit diesen 'komischen' Synchronicities  shoulder

Hier der Link:
https://www.klartraumforum.de/forum/show...#pid253228
Thema: Fragen im Traum & das innere Kind

Liebe glider,
 
da Du Deinen wunderbaren Traum in meinen Thread gepostet hast, habe ich meine Erfahrungen dazu in deinem Thread geteilt.

Denn in deinem Traum gibt es zwei Aspekte, die ich für das Verständnis der eigenen, individuellen Reise durch das Reich der Träume für wichtig halte, und bin daher bei dir auf diese zwei Themen stärker eingegangen: Fragen im Traum und das innere Kind
 
Hier ist der Link
https://www.klartraumforum.de/forum/showthread.php?tid=15627&pid=253246 - pid253246


 
2. TEIL

Thema: "Brückenträume" zur Findung der inneren Mitte im Schlaf

In diesem zweiten Teil stelle ich paar „Brückenträume“ vor, die auf die Findung meiner inneren Mitte im Traum hinsteuern. Es sind Zwischenschritte, die gleichzeitig den roten Faden meiner Reise bilden und zum Abschlusstraum meiner ersten Etappe geführt haben: Die „Auflösung der Ebenen“ und die Bewusstwerdung des inneren Kindes.
 
»Armee der Toten«  //  Trübtraum  //  02.03.2011
Dreißig Tote werden zum Leben erweckt. Im Sonnenlicht sind es schöne Menschen, in der Dunkelheit sind es lebende Tote. Ich führe diese an.
 
Notiz: Alles was tot ist, ist lebendig und umgekehrt. Immer mehr werde ich zum Sowohl-als-auch-Bewusstsein geführt. 
 
»Kampfroboter«  //  TZT  //  29.03.2011
Ich werde in einen Kampfroboter verwandelt: Ich befinde mich in einer Maschine, die ich mit einem Steuerknüppel steuere.
Ich werde in den Bergen ausgesetzt. In der Ferne erkennt mich ein Soldat und bekommt Angst vor mir, weil ich ja ein Kampfroboter bin. Er schießt auf mich, aber seine Raketen treffen nicht, als ob sie mich nicht treffen wollen oder können. Ich habe Angst, weil ich glaube menschlich und verwundbar zu sein und habe das Gefühl, dass ich mit meinem Steuerknüppel den schießenden Soldaten in seiner Panik mitsteuere. Deshalb kann mich der Soldat in meiner oder seiner Panik gar nicht treffen.
 
Notiz: Subjekt und Objekt kommen sich auf der emotionalen Ebene näher.
 
»Form und Farbe«  //  TZT  //  06.06.2011
Ich nehme eine Droge, dabei beobachte ich, wie sich die Gesichter der Menschen verändern – ihre Farben und ihre Formen. So kann ich besser ihre unterschiedlichen Stimmungen wahrnehmen. Ich habe das Gefühl, alle Figuren sind ein und dieselbe Person.
 
»Goldene Mitte«  //  Trübtraum  //  01.09.2011
Ich ziehe mir goldene Wanderstiefel an. Ich sehe zwei Landkarten, die nebeneinander liegen. Bis zu diesem Zeitpunkt war die eine Hälfte der Landkarte verschollen. In der Mitte der beiden zusammengefügten Karten ist ein gelber, strahlender Kreis entstanden. Es ist die Sonne oder die goldene Mitte.
 
»Buch schreiben«  //  Trübtraum  //  30.10.2011
Ein guter Freund von mir sagt in meinem Traum, ich soll alle meine Aufzeichnungen mit meiner eigenen Geschichte in einem Buch zusammenfassen. Ich bin über seinen Vorschlag überrascht. Meine Mutter kommt ins Zimmer, sie ist skeptisch, weil ich für dieses Buchprojekt zu wenig Zeit habe. Ich entgegne ihr, dass ich die Zeit schon finde. Über meine konsequente Haltung bin ich überrascht und wache auf.
 
Notiz: Bis zu diesem Zeitpunkt war ich gar nicht auf die Idee gekommen, ein Buch (Transzendentes Träumen) über diese Reise zu schreiben, denn sie erschien mir viel zu persönlich und für andere kaum interessant. Vier Monate später begann ich mit dem Buch.
 
»Fliegendes Auto«  //  Trübtraum  //  09.11.2011
Herbie, der VW-Käfer aus den gleichnamigen Filmen der 1950er Jahre, kann plötzlich fliegen, weil Herbie Flugzeugflügel an den Seiten wachsen.
 
Notiz: Das erste Mal begibt sich (m)ein Wagen in die Luft. Sonst stürzen häufiger Helikopter ab oder die Außerirdischen landen auf der Erde. Es scheint dann, als ob der Himmel, also die Elemente der Luft, sich auf die Erde zubewegen und die Elemente der Erde in die Luft aufsteigen. Alles was schwer ist, wird leicht und steigt auf. Alles was leicht wirkt, kommt auf die Erde herunter.
 
»Schwarzes Gesicht«  //  TZT  //  15.11.2011
Eine Frau nimmt einen Teil ihres Gesichts ab – mir macht es Angst. Ein Stück schwarzer Fläche ist darunter für einen kurzen Moment erkennbar. Sie sagt, dass die Menschen (für dieses Phänomen) noch nicht reif sind. Sie setzt ihr Gesicht wieder ganz auf, um mir nicht weiter Angst zu machen.
 
»Skateboard«  //  Trübtraum  //  30.11.2011
An meinem Skateboard werden alle vier Achsen repariert. Es fährt sich nun viel besser. Ich bin ein zehnjähriger Junge, der mit dem Skateboard davon fährt. Dafür bleiben viele Autos im weißen Schnee stecken. Sie bewegen sich kaum noch.
 
Notiz: Als ich aufwache, habe ich das Gefühl, dass die vielen Autos für meine Gedanken stehen. Sie sind in meinem Kopf leiser geworden.
 
»Alle Tricks«  //  Trübtraum  //  15.12.2011
Ein Mann sagt mir, dass ich alle Tricks bereits kenne. Ich muss nicht mehr wissen.
 
»Vertraute Zahl Sieben«  //  T  //  15.01.2012
In einem Interview sagt ein mir bekannter Schauspieler, dass die Menschen die Zahl Sieben stets auf dieselbe Weise schreiben. Er fragt sich dennoch: »Warum? Man kann die Zahl doch immer verändern.« Er findet es langweilig, nicht lebendig, starr und sagt: »Man muss nicht an der Form der Zahl festhalten.« Ich möchte an seiner makellosen Gesichtsform festhalten, spüre aber, dass die sich verformen will. Weil ich an ihm als mir vertrauter Person festhalten will, lasse ich die Verformung nicht zu. Sie hätte mich geängstigt.
 
Notiz: Das Festhalten an der Form gilt es aufzugeben: Ich lasse die erlernte Logik los.
 
»Humorvolle Polizisten«  //  TZT  //  30.01.2012
Eine Frau ist bei mir im Zimmer. Sie gibt mir eine Spritze in die linke Gehirnhälfte. Ich sehe nun vor mir Fotos von Polizisten, Beamten und Kontrolleuren, die plötzlich Humor haben. Sie nehmen nicht mehr alles so ernst. Die Frau sagt: »Mehr ist zurzeit nicht drin.«
 
Notiz: Tatsächlich sind in den späteren Träumen und transzendenten Träumen viele Polizisten, Kontrolleure oder Sicherheitsbeamte viel humorvoller. Bisher waren sie sehr streng zu mir. In der Wirklichkeitch bin ich selbst nun entspannter und heiterer  als früher.
 
»Gangster«  //  TZT  //  13.03.2012
Ich bin in einem Gebäude. Viele Männer operieren mich, dabei gehen sie sehr hart und grob mit mir um. Ein dicker Balken wird mir in den Mund bis in die Luftröhre hinein geschoben. Der Balken verwandelt sich in einen durchsichtigen Schlauch. Die Männer malträtieren mich noch an weiteren Stellen meines Körpers. Ich kann die Schmerzen zulassen, dabei fühle ich mich wie ein Kind. Ich begreife, dass dies nur in diesem sicheren Gebäudekomplex möglich ist. Außerhalb des Gebäudes, hinter den Glasscheiben, im Freien wird es ernst. Dort spielen drei Figuren im Schnee. Im Gebäude ist es warm und gemütlich, draußen wird es kälter sein. Ich bin noch nicht soweit. Aber ich bin guten Mutes, dass ich das meistern kann.
 
»Doppelgänger entsteht«  //  TZT  //  24.03.2012
Erst zu diesem späten Zeitpunkt erfahre ich, wie der Doppelgänger aus den Gegensätzen von Mann und Frau entsteht. Link zu den Doppelgänger-Träumen.
 
»Kummer auflösen«  //  Trübtraum  //  11.04.2012
Irgendetwas aus meiner frühen Vergangenheit wird in meinem Körper umgestellt oder getilgt. Der gesamte betroffene Zeitstrang mit all meinen Erlebnissen bis in die Gegenwart hinein wird im Zeitraffer begradigt, ohne dass ich die Veränderung an sich merke. Es ist passiert. Ein Stück meiner Vergangenheit wird mich nicht mehr bekümmern. Ich weiß nicht einmal, welchen Kummer es betraf.
 
Notiz: Es ist möglich, schon vergessene, leidvolle Erlebnisse in den Träumen aufzulösen, ohne sie überhaupt hervorzuholen.
 
»Feuer & Wasser«  //  Trübtraum  //  15.04.2012
Erst zu diesem Zeitpunkt kamen die Elemente Feuer und Wasser jeweils in den entsprechenden Körperhälften in ihr Gleichgewicht: Link zum diesem Traum.
 
»Luxuswagen«  //  Trübtraum  //  22.05.2012
Ich stehle einen englischen Luxuswagen, kann ihn aber nicht richtig steuern. Ich habe auch das Gefühl, auf der rechten Seite hinter dem Steuer zu sitzen, so wie es in England üblich ist. Dann rückt mich eine Geisterhand in die Mitte des Wagens, so wie man in einem Formal-1-Cockpit sitzt. Ich gebe den Wagen zurück und entschuldige mich dafür, dass ich den Wagen gestohlen habe.
 
Notiz: Zum ersten Mal sitze ich in der Mitte eines Wagens. Im Schlaf bewegen wir uns auf die geistige und spirituelle Mitte zu.
 
»Wächter des Meeres«  //  Trübtraum  //  25.05.2012
Ein Mann und ein großer Hai schwimmen im Meer. Der Mann beobachtet den Hai furchtlos, dabei schwebt er ruhig im Wasser. Der Hai bewacht das offene Meer: er steht dem Mann noch im Wege.
 
»Dunkler Bildschirm«  //  Trübtraum  //  27.05.2012
Schwarze digitale Balken legen sich über einen Bildschirm, der Empfang des Fernsehers wird immer schlechter, das Bild oder der Empfang scheinen zu schwinden. Ich versuche an den Bildern und an den Nachrichten festzuhalten, will sie nicht ins Schwarze abgleiten lassen. Weil ich am Bild festhalte, wache ich auf.
 
Notiz: Es gilt das Schwarze, die Leere, das Nichts zuzulassen. Es gibt keine Erinnerungen, die festgehalten werden wie in einem Film.
___
 
Meine bisherigen Träume bringen mich nach und nach zu meiner emotionalen Mitte im Traum. Die es mir später ermöglicht den mittleren Pfad in meinen Träumen zu begehen. Dabei rückt die Auflösung der Form immer mehr in den Vordergrund, was die Auflösung aller meiner bisherigen Traumebenen zur Folge hatte. Dazu im 3. Teil mehr.

Liebe Grüße

Bartosz
3. Teil

Auflösung der Ebenen und der mittlere Pfad im Traum

Die vielen „Brückenträume“ aus meinem letzten Beitrag weisen auf mein erstes Etappenziel hin, welches im nächsten Traum erreicht wird. Die darauffolgenden Träume zeigen, welche Auswirkungen das Erreichen der ersten Etappe für meine Traumwelten und der inneren Entwicklung zufolge hat.
 
»Auflösung der Ebenen«  //  TZT  //  29.05.2012
Ich werde mir des transzendenten Traums ganz bewusst und kann hier alles zum Stillstand bringen, weil ich selbst in vollkommener Ruhe bin. Es klappt. Ein übergroßes Pendel wird visualisiert, all meine bisher erlebten Träume, Klarträume und transzendenten Träume auf dieser Reise werden in Zeitraffer wiederholt und in sich aufgelöst, bis ich auf einem großen (goldenen) Raumschiff lande. Ich verweile dort und sehe einen kleinen Jungen vor mir. Er dreht sich um und schaut mich an. Er begreift, dass hier alles eine Illusion ist, deshalb löst sich das Raumschiff auf, das große Pendel schlägt weiter. Ich wache auf.
 
Notiz: Alles bisher Erlebte (auf beiden Hirnhälften) ist eine sich aufeinander aufbauende Serie, die in diesem einem transzendenten Traum mündete. Dabei habe ich den Eindruck, dass es alle Träume aus meiner subjektiven Wahrnehmung gewesen sind. Diese Etappe ist somit abgeschlossen. Ich fühle mich am Ende eher wie ein kleiner Junge, der sich endlich seiner Selbst bewusst geworden ist und nun in die nächsten Ebenen vorstoßen kann.
Im Alltag hat sich bei mir ein neues Phänomen eingestellt. Ich werde mir meiner eigenen Gedanken und meines Abschweifens schneller bewusst. Ich kann mich dadurch besser auf das Pendeln konzentrieren. Ich gehe davon aus, dass sich nach der nächsten Etappe, wie lang sie auch dauert, die Zeit des gedanklichen Abschweifens verkürzt. Dann kann ich mich zunehmend dem Pendel im Kopf hingeben – dem Jetzt der Gegenwart.
 
»Ein Lied«  //  Trübtraum  //  30.05.2012
In einem Traum höre ich ein Lied im Kopf. Darin wird besungen, dass ich es geschafft habe. Ich wache auf, nur ich weiß nicht, was das Lied im Traum meint.
 
Notiz: In einem Traum danach sagt mein Traum-Ich zu einem kleinen Jungen mit Schulranzen, dass wir wieder am Anfang sind. Als ob ich eine Stadionrunde hinter mir hätte. Die habe ich endlich geschafft. An sich ist das auch logisch. Es gibt keinen Tod, keine Zeit, sondern einen immerwährenden Kreislauf des Lebens. Doch jetzt können das innere Kind und ich bewusst und gemeinsam in die nächste Runde gehen. Wir bilden jetzt nicht mehr zwei Seiten eines Gegensatzes, sondern sind uns unserer Gleichzeitigkeit bewusst. Aber was habe ich geschafft? Soll ich dieselbe Runde wiederholen? Und was für Konsequenzen ergeben sich daraus für meine weitere Reise? Diese Fragen werden in den nächsten Erfahrungen beantwortet.
 
»Der doppelte Raum«  //  Trübtraum  //  02.06.2012 &
»Doppelgänger im Spiegel«  //  TZT  //  17.06.2012
https://www.klartraumforum.de/forum/showthread.php?tid=17719&pid=252751 - pid252751

Im 1. Traum wird eine parallele Dimension im Traum angedeutet, die ich bis dahin nicht wahrgenommen habe. Sie ist dennoch stets vorhanden, ohne dass ich mir dessen bewusst bin.
Im 2. Traum wird der Weg aufgezeigt, dass es möglich ist, in den eigenen Doppelgänger zu springen, sich zu teleportieren.
 
»Der mittlere Pfad«  //  TZT  //  11.07.2012
Ich gehe durch eine malerische Landschaft einen Pfad entlang. Es scheint, als würde ich schweben. Der Weg teilt die Landschaft konsequent in eine linke und eine rechte Hälfte, ich gehe auf der Mitte zwischen diesen beiden Seiten. Auf der rechten Seite sehe ich zwei fremde, mir Angst einflößende Männer, die auf mich zulaufen. Als ich sie fokussiere, verschwinden beide plötzlich im Boden, als ob sie in die Landschaft integriert worden sind. Ich spüre, wie sich meine Füße entspannen.
Ich gehe den Weg weiter – ich schwebe mehr, ohne dass ich darauf Einfluss nehmen kann. Auf der linken Seite befindet sich eine zerstörte Vorstadt mit einem größeren, verbrannten Gebäudekomplex. In den Trümmern sehe ich Wäscheleinen mit aufgehängter Wäsche. Ich möchte die dort lebenden Personen kennenlernen, doch als ich den Weg verlassen will, blendet sich der Traum langsam aus. Bevor der Traum endet, sehe ich noch, dass sich mein Weg in Richtung einer Stadt am Fuße eines Berges hinschlängelt. Die Stadt und die Berge werden von der dahinter scheinenden Sonne in ein helles, warmes, wunderschönes Licht gehüllt. Der Weg wird dort enden.
 
Notiz: Buddha spricht vom »mittleren Pfad«. Er wird im Buddhismus als Grundsatz verstanden, in keine extremen Haltungen zu verfallen. Buddha empfiehlt, den mittleren Weg zwischen zwei Extremen zu wählen. Die Aktiv-Passiv-Regel ebnet diesen edlen Weg im Schlaf, der mich zur Sonne führt. Erst auf diesem Weg kann ich von ihr (wie ein schwebender Geist) angezogen werden.
Durch eine einfache, entspannte Beobachtung habe ich die zwei Angreifer in der Erde verschwinden lassen. Aus der Quantenphysik ist bekannt, dass der Beobachter durch den Akt des Beobachtens die Wirklichkeit verändert. So wie es aussieht, gilt dies nun auch auf dieser Ebene der transzendenten Träume: Durch das entspannte und zuversichtliche Beobachten kann ich mögliche Symptome oder Ängste (schneller) auflösen.
Gleichzeitig deutet sich an, dass die Gesetze von Ursache und Wirkung außer Kraft treten. Die Aufrechterhaltung der kausalen Logik wird zunehmend vernachlässigt. Die innere Kausalkette im Traum löst sich nach und nach auf und es wird schwieriger, den Traum als Traum zu erkennen, weil er schneller und dynamischer wird. Wenn sich die Kausalkette nach und nach auflöst, müssten irgendwann die Ebenen von Traum und Realität parallel bestehen, weil keine Trennung (durch Logik) mehr stattfindet. Die positive Halluzination, die innere zeitliche Wahrnehmung, wäre somit im Alltag präsent. Die beiden Gehirnhälften würden es in ihrem synchronisierten Zusammenspiel möglich machen. Die Vorstellung macht mir keine Sorge. Nach dem langen Lernprozess fühlt es sich richtig, wenn nicht sogar ganz normal an.
 
»Die zweite Runde«  //  TZT  //  12.07.2012
Ich bin in einem Einkaufszentrum. Alle Männer frieren plötzlich ein, kommen alle ohne Ausnahme zum Stillstand – wie bei einem Standbild. Nur die Frauen, meine Freundinnen und ich können uns frei bewegen. Ich gehe davon aus, dass ich nun auch eine Frau bin und lasse es zu.
Wir probieren für mich schwarze Frauenschuhe an. Der linke Schuh passt, der rechte nicht. Weil ich mich über den passenden Schuh (wie eine Frau) freue, aber gleichzeitig über den unpassenden Schuh enttäuscht bin, rast uns plötzlich die Zeit davon.
Ein großer Zauberer kommt zu uns und sagt, wir müssten so schnell wie möglich verschwinden. Mit einer Lichtexplosion am Ende seines Zauberstabs, die alles überstrahlt, teleportiert er uns in eine andere Traumebene. Er hatte Angst, dass jemand Großes aufwacht und uns bestraft. Ich glaube zu wissen, wen er in diesem transzendenten Traum meint: mein »Ego«.
Ortswechsel: Ich lande in einer Kneipe voller Männer. Sie wollen mich wegsperren, weil ich wie eine Indianerin aussehe und auch so angezogen bin. Ich glaube, wie die Männer auch, dass ich eine Frau bin.
Ich kann fliehen und werde von fliegenden Schwertkämpferinnen, die vom Himmel kommen, gerettet. Gleichzeitig greifen uns fliegende Krieger, deutlich in der Überzahl, an, aber die Schwertkämpferinnen schlagen zurück und können der Anführerin Zeit verschaffen, mich in Sicherheit zu bringen. Wir schweben davon. Ich schaue zurück und verfolge den Schwertkampf der beiden Geschlechter in der Luft. Es sieht wunderschön und sehr ästhetisch aus, denn sie kämpfen in der Luft – am Himmel – gegeneinander, den das Licht der Sonne überstrahlt.
 
Notiz: Es scheint, dass ich die zweite Runde nach und nach aus der Sicht der Frau (meines Empfindens) wahrnehmen werde. Aus dem Yang wird ein Yin. Mein Repräsentant des Raumes, nämlich das Symbol des Mannes, ist in meinen transzendenten Träumen zum völligen Stillstand gekommen. Eine neue Runde kann aus der Perspektive der Zeit beginnen, weil im Reich der transzendenten Träume nun mein raumorientiertes und männliches Ich schläft.

Mit der Passiv-Aktiv-Regel und dem aktiven Pendel im Kopf war es mir erlaubt, diese Erfahrungen zu sammeln. Erst nachdem alle zuvor erlebten Ebenen mit dem Pendel aufgelöst worden sind und die innere Mitte gefunden ist, kann ich die nächste Etappe der Reise mit einer anderen Wahrnehmung beginnen. Und so wie es aussieht, greift das Pendel unbewusst auf die Chakren, die vier Elemente, die sich aufeinander zu bewegen, und den eigenen Phantom-Körper zu. Dabei lässt es mit dem Einswerden der Gegensätze (und der Gehirnhälften) den eigenen Doppelgänger entstehen. So sind alle Aspekte, Feuer und Wasser, Links und Rechts und beide Geschlechter im Gleichgewicht. Die Mitte des Weges ist erreicht und der Körperwechsel in den Doppelgänger möglich. Dabei hat das Traum-Ich eine spirituelle und religiöse Erziehung hinter sich gebracht, um im tiefsten Vertrauen und ohne ein egoistisch geprägtes Ich die Reise weiter nach Innen anzutreten.
In der zweiten Runde gilt noch mehr, mein Traum-Ich nicht beherrschen oder kontrollieren zu wollen. Wenn ich das eigene Traum-Ich, das nach und nach zu einem beobachtenden Geist wird, in seiner Persönlichkeit, Körperlichkeit und Identität nicht loslassen kann, kann es mit seinen Eigenschaften und Talenten nicht durch mit hindurch wirken.
Indem ich mit meinem freien Willen meinem vergeistigten Traum-Ich erlaube, sich von meinem Körper zu lösen, ist es mir möglich, die Trennung von Körper und Geist nach und nach zu vollziehen und in seiner Gleichzeitigkeit anzuerkennen.
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In diesen drei Threads „Heldenreise im Klartraum“ beschreibe ich vielleicht die Hälfte meiner Träume, die die Entwicklung innerhalb meiner fünf Lehrjahre (2007 bis 2012) aufzeigt und schlussendlich zu diesem Etappenziel geführt hat, wo sich mein inneres Kind seines Selbst bewusst wird und das Einschlafen meines raumorientiertes Ichs zufolge hatte. Die Auflösung der Form im Traum wird im Schlaf durch meine eigene Beobachtung möglich. Die Träume sind seitdem leiser geworden, jedoch geht die Entwicklung stets weiter voran. Dabei ist das Pendel im Kopf für mich die entscheidende Kraft, die es mir erlaubt, Erfahrungen im Traum zu machen, die jenseits meines Vorstellungsvermögens sind. Hierfür möchte ich kurz aus meinem Buch noch mal zitieren und somit auf die Fallstricke der eigenen Faszination im luziden und transzendenten Traum hinweisen:
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"Die verschiedenen Phänomene, die ich auf dieser Reise im Schlaf erlebt habe, sind deshalb oft mystisch und somit übersinnlich – jenseits von Raum und Zeit und jeglicher Vernunft. Manche sind beängstigend, manche faszinierend.
Nicht die Angst ist die große Hürde auf meiner Reise, sondern die eigene Faszination: Die Begeisterung, die sich einstellt, wenn ich mich in den transzendenten Träumen auf diese inneren Welten mit all den übersinnlichen Phänomenen einlässt.
»Es ist wahrscheinlich noch schwieriger, sich vom Guten zu befreien als vom Bösen«, schrieb Carl Gustav Jung. Daher sind der Schmerz, die Verzweiflung, die Angst und der Wahnsinn das kleinere Übel auf der Reise – ich wachse ja daran. Was einem im Traum viel schwerer fällt, ist es, sich von den eigenen gutgemeinten Grundsätzen, positiven Eigenschaften oder bewährten Haltungen zu trennen – diese loszulassen. Das gilt auch (bei mir) für alle Auffassungen, was gut sei.
Wenn ich am Guten im Traum festhalten, negiere ich stets einen anderen Teil in mir. Ich mache andere Symbole im Traum dadurch nicht nur möglicherweise negativ, sondern vielleicht auch schwach, wenn nicht krank.
Ich mache mich in meiner Ganzheit unvollkommener als ich bin. Im Traum bin ich bereits vollkommen und das macht mir immer mehr Angst – die Erkenntnis, dass das Wahrhaftige und Gute stets im Menschen vorhanden war und ist.
Der spirituelle Lehrer und Mentor Stephano Sabetti nennt es Holophobie – die Angst davor, ganz zu sein. Er schreibt: »Denn in der Ganzheit gibt es keine Entschuldigungen, Spielchen oder Kämpfe mehr. Wir wollen diese Lebensmuster nicht aufgeben, weil wir Angst haben, unsere Identität zu verlieren. Das wäre das Ende gewohnter Strategien.«
Dies in seiner Konsequenz anzuerkennen und (vielleicht) in der materiellen Gesellschaftsform mein Leben danach auszurichten, macht mir Angst. Ich bin dieser Bürde einfach (noch) nicht gewachsen. Dieses wieder entdeckte Licht stellt meinen eigenen Charakter, die lieb gewonnenen Erinnerungen und das bisher gelebte Leben mit allen seinen Entscheidungen in Frage.
Allerdings darf ich nicht vergessen, dass das wahrhaft Gute und die tiefste Liebe schon immer ganz gewöhnliche Eigenschaften (in mir) waren. Je mehr mein Bewusstsein begreift, dass ich allen Symbolen und Ebenen im Traum aus tiefstem Herzen vertrauen kann, ohne etwas hinzuzufügen oder wegzunehmen, erkenne ich nach und nach, dass die schlechten und die guten Phänomene an sich gewöhnlich sind."
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Deshalb führt mich die Reise, indem ich mich stets auf die Aktiv-Passiv-Regel besinnt und den eigenen Tod im Traum einbezogen habe, auf den mittleren Pfad meiner Träume, der mich zur meiner inneren Sonne führt: Sowohl das Gute als auch das Schlechte wird im Traum nicht mehr gewertet. Die Faszination lässt nach. Alles im Traum wird „gewöhnlich“ und bekommt seine Berechtigung. Die Reise geht dabei konsequent Richtung Wahrheit und Liebe. Auch wenn ich nicht immer dazu bereit bin, ebnen die Mentoren und Mentorinnen mir behutsam diesen Weg.
Um auf den mittleren Pfad in meinen Träumen zu kommen, durfte ich nicht nur jede Form von Abscheu überwinden, sondern ich durfte auch jede Form von Faszination im luziden und transzendenten Traum fallen lassen. Denn Faszination ist immer ein Mangel an etwas anderem.

Liebe Grüße
 
Bartosz
Tipps und Tricks
 
In meinen Trancen habe ich viele Tipps und Tricks von meinen Mentoren und Mentorinnen bekommen, um meine Reise in luziden und transzendenten Träume zu vertiefen. Hier eine Auswahl:
 
In einer Trance sagt die Stimme von Angela Merkel zu mir: »Falle nicht gleich auf deinen erstbesten Gedanken herein.« Dieser Tipp galt nicht nur für mein Leben, sondern auch für meine Klarträume. Ansonsten falle ich nur auf meine Sehnsüchte und Wünsche herein, oder auf Ängste aus der Vergangenheit, die nichts mit meiner Gegenwart mehr zu tun haben.
 
In einer anderen Trance wird mir für die Traumreisen folgender Tipp gegeben: »Sei unbedeutendUmso fortgeschrittener meine Traumreisen werden, desto wichtiger ist es für mich, diesen Rat zu befolgen.
 
Eine weitere Stimme sagt mir in der Trance: »Im Kontrollturm wachsen keine Blumen.« Wenn ich im Traum die Figuren oder die Situation kontrolliere, ersticke ich die Kreativität, die Lebendigkeit und die Inspiration meiner Traumfiguren und meines tiefen Selbst.
 
Oder: »Man muss die Bereitschaft haben, alles zu geben.« Und zwar alles, auch sein Leben im Klartraum.
 
Falls ich die Lösung im Traum nicht weiß, sollte ich es einfach eingestehen und sagen: »Ich weiß es nicht.« So gebe ich die eigene Kontrolle ein Stückweit an andere Figuren ab: diese werden dann eine kreative und heilsame Lösung für mich finden.
 
In einer weiteren Trance höre ich eine Stimme, die mir zuflüstert: »Tue nichts!«. Ich beobachte nur, was mit der Traumsituation und meinem Traum-Ich geschieht. Somit gehe ich in die Beobachter-Perspektive: ich lasse es geschehen.
 
Eine weitere Stimme: »Am Ende der langen Tunnelkette ist die WahrheitDamit sind die Sturzflüge durch die Dunkelheit gemeint, die meine Einbildung von Zeit auflösen.
 
In einer anderen Trance wird mir gesagt: »Meine Großzügigkeit ist manchmal mein Fehler.« Der Tipp gilt eher für mein Leben.
 
Eine männliche Stimme sagt mir: »Man wird niemals frei sein, wenn man leugnet und inkonsequent ist.« Ein Satz, der mich in meinen Klarträumen ermuntert hat, so wenig wie möglich zu leugnen und somit mich der eigenen, inneren Wahrheit zu nähern.
 
In einem Traum sagt mir ein alter Mann: »Man kann Wahrheit nicht sehen.« Alles im Klartraum ist für mich eine selbsterschaffene Illusion, an der ich mit meinen Sinnen festhalten will, besonders dann, wenn diese Fiktion faszinierend, leuchtend und wundersam ist. Die Wahrheit und das Licht finde ich jedoch nur in meiner tiefsten Dunkelheit.
 
Eine Stimme sagt mir: »Jeder Aspekt hat zwei Seiten. Das sei normal.« Alles im Traum, was positiv ist, ist auch negativ und umgekehrt. Es gilt stets zwischen den Seiten [i]die goldene Mitte zu finden: Den mittleren Pfad.[/i]
 
In einer tiefen Trance sagt jemand zu mir: »Ich sollte nicht wie ein Wahnsinniger nach einem weiteren guten Projekt streben, wenn ich schon ein gutes Projekt habe, sonst könnte ich in einen Zwiespalt geraten.« Dieser Tipp galt eher für meinen beruflichen Bereich, bei dem ich tatsächlich in einen Zwiespalt geraten bin. Ich habe mich danach entschieden, nur ein Projekt weiter zu verfolgen: und das war gut so.
 
In einer anderen Trance: »Wir leben in einer Verhältnis-Gesellschaft.« Oft können wir nicht anders, als uns in unserer Gesellschaft stets zu etwas Anderem zu verhalten. Das gleiche gilt auch für Klarträume. In dem ich mich zu etwas verhalte, bin ich direkt in meinem Mustern und Konditionierungen gefangen. Doch mein eigenes Verhalten im Traum gilt es für mich stets aufzugeben, es loszulassen.
 
Eine Frauenstimme in der Trance meint, dass die beste Antwort ist: »Es tut mir leidDas gilt für alle Figuren, Tiere, Elemente, die ich für negativ erachte. Sie sind alle ein Teil von mir, die ich in mir selbst erschaffen habe.
 
In einem weiteren Traum gibt mir ein Meister den Tipp, falls ich mit anderen Figuren in eine Diskussion geraten sollte: »Nicht debattieren! Zuhören!«  Durch das tiefe Zuhören im Klartraum, wird mir die tiefe Weisheit (durch die anderen Figuren) zuteil.
 
Vielleicht bringen Euch dieses Tipps und Tricks auf Euren Reisen etwas weiter.
 
Frage: Habt Ihr vielleicht weitere und andere Tipps und Tricks von Euren Mentoren und Mentorinnen in Euren Träumen bekommen?

Liebe Grüße

Bartosz
(14.08.2019, 08:07)Bartosz Werner schrieb: [ -> ]Frage: Habt Ihr vielleicht weitere und andere Tipps und Tricks von Euren Mentoren und Mentorinnen in Euren Träumen bekommen?

Hallo Bartosz,

danke für deine Auswahl. Ich kann für mich Einiges bestätigen. Es muss nur immer zum gerade aktuellen Stand und Blickwinkel passen bigwink

Wenn dich die Erfahrungen anderer interessieren, wirst du im Forum sicher eine Menge finden. Ratgeber oder wiederkehrende Helfer im Traum bezeichnen wir zwar eher selten als Mentoren, aber die Funktion kann man gleichsetzen: Vielleicht magst du mal auf Entdeckungstour gehen unter den Suchbegriffen "Traumbegleiter", "Traumführer", "Traumhelfer", "Traumfreunde"..  Es gibt auch einen sehr schönen Traum, den Ceesbe vor einigen Tagen gepostet hat, "Begegnung mit dem weisen Ich"(dort finden sich ebenfalls Tipps big ). Auch Dons(Don Rinatos) KTs z.B. sind sehr oft reichhaltig bestückt mit guten Ratschlägen!

Liebe Grüße big
Tipps und Tricks: Teil II

Thema: Innere (Ver-)Wandlung im Traum
 
Ich habe für mich gelernt, nicht an der Form meines Traums-Ichs festzuhalten. Das eigene Traum-Ich hat meiner Meinung nach mit dem physischen Körper aus der Wirklichkeit wenig gemein, außer ich halte an den Eigenschaften des menschlichen Körpers und seinen Sinnen fest.
Das eigene Traum-Ich ist für mich eher ein geistiger, subtiler Körper, der unsterblich und unendlich ist: Er kann alles und nichts sein. Diese extremen Gegensätze habe ich für mich zugelassen, und so konnte ich mein Traum-Ich und seine eigentliche, geistige Macht in meinen transzendenten Träumen erforschen.

Wie wandelbar das eigene Traum-Ich und die Traumfiguren in ihrer Form sind, möchte ich an Hand der drei folgenden Traumbeispiele aufzeigen.
 
Wenn ich an der Form im Klartraum nicht festhalte, ist der Verlauf der Träume für mich oft heilsam:
 
»Indianerkrieger«  //  TZT  //  25.08.2009
Auf meinem Bett steht über mir ein mächtiger Indianerkrieger. Ich lasse meine Angst nicht zu und entspanne mich. Er wird etwas kleiner, steht nun vor mir. Er will mir alles im Zimmer stehlen. Ich sage ihm, dass er alles haben kann. Er lässt davon ab, dabei wird er zierlich und schmiegt sich an mich: Er ist nun ein junger Mann und schwul, will aber dennoch cool wirken. Ich bestätige ihm seinen Wunsch und sage ihm, dass ich ihn liebe. Er entspannt sich und kuschelt sich weiter an mich. Er will, dass ich ihm ein romantisches Gedicht von mir schenke. Ich sage, dass ich keins für ihn habe. Er ist plötzlich verzweifelt. Ich reagiere sofort und sage, dass ich das Gedicht im Computer abgespeichert habe, er könne es haben. Er beruhigt sich und will gehen. Dabei drückt er auf meinem Brustbein einen Knopf. Mein Solarplexus entspannt sich und der junge Mann löst sich auf. Ich erwache. Eine warme elektrisierende Energie durchzieht meinen Oberkörper.
 
Notiz: Zum ersten Mal wird mir der Verlauf von einem mächtigen Indianerkrieger bis zu einem romantischen, liebesbedürftigen jungen Mann an Hand einer einzigen Figur demonstriert. Indem ich alle möglichen Gegensätze (und somit Erwartungen) in einer einzigen Figur erkenne, kann ich die dazugehörige Körperspannung auflösen. Dieses Phänomen – eine Figur verwandelt sich in ihr Gegenteil – wird in verschiedenen Varianten an mich herangetragen. Die mir nun vertrauenswürdige Figur wird zu meinem Begleiter oder verbleibt in meinen Räumlichkeiten.
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Mit dieser Haltung ist es mir dan möglich, die geistige, verborgene Welt im Klartraum zu sehen. Und somit auch meine „Geisterfrau“, die mich in meinen Träumen motiviert. Diese Motivation wirkt sich auch auf mein Wachleben aus:
 
»Schwanger«  //  TZT  //  06.04.2009
Ich höre in meinem Kopf einen Mann fröhlich singen. Er singt nicht schlecht, irgendein romantisches Lied. Als das Lied zu Ende geht, dreht sich mein Körper in eine andere Schlafposition, so als ob er meinem realen Körper gegenüber liegen würde. Ich warte ab. Eine Frauenstimme sagt zu mir, dass etwas schief gelaufen ist, deshalb gestalte sie jetzt zwei Träume in einem. Die erste Hälfte kenne ich schon. Ich denke, sie meint den Mann, der gerade dieses fröhliche Lied gesungen hat. »Kein Problem«, sage ich und warte ab. Daraufhin kommt aus dem Dunkel eine Frau auf mich zu und setzt sich auf meinen Schoß. Sie ist durchsichtig und ich weiß, dass sie mein weiblicher Geist ist oder ein Teil davon. Ihre Kontur wird etwas konkreter, bleibt jedoch durchsichtig.
Wir unterhalten uns, als wäre sie meine Freundin, über den Film »About a Boy« mit Hugh Grant, den ich am Abend zuvor in der Realität gesehen habe. Wir finden den Film beide schön, denn wir haben ihn zusammen gesehen, sie ist ja in mir. Ich frage sie, wie ich die mir gestellten Aufgaben und Prüfungen in den transzendenten Träumen am schnellsten lösen kann. Sie sagt, dass sie mir das nicht beantworten darf. Ich sage daraufhin: »Kein Problem. Ich schaffe das schon. Ich bin zuversichtlich.« Sie entspannt sich wieder und fragt mich, ob ich schon beim Arzt war, um die Ultraschalfotos unseres Babys abzuholen. Ich sage: »Nein, das war nicht möglich, weil du ja ein Geist bist.« Sie verzeiht mir und fragt mich, ob ich unser Baby sehen möchte. Ich meine glücklich: »Ja.« Ich nähere mich ihrem Bauch. Ihr Bauch wird richtig durchsichtig und ich sehe dort ein kleines Wesen. Es ist ein Hund – ein Bernhardiner. Er ist klein und süß. Ich freue mich echt über unser kleines Baby. Der Bauch und der kleine Bernhardiner verschwinden.
Ich wache total euphorisch auf, denn ich werde Papa.
 
Notiz: Immer mehr Tiere tauchen in den Träumen auf, und werden zu meinen spirituellen Wegbegleitern.
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Weil ich es geschafft habe, nicht an meiner Form des Traum-Ichs festzuhalten, ist mir heute Nacht diese Erfahrung zuteilgeworden, ohne dass ich es mir gewünscht oder erwartet habe.
 
»Der Vogel« // KT oder TZT (?) // 17.09.2019
Ich fühle mich wie ein kleiner Vogel, der über den Baumwipfeln fliegt. Dabei habe ich wie bei einem Vogel eine 270° - 360° Ansicht auf die Landschaft unter mir. Es sieht alles realistisch und wunderschön aus, der Morgenaufgang ist in herbstlichen Farben getaucht. Ich bin bei voller Bewusstheit, denn ich muss gleichzeitig mit meinen Armen / Flügeln flattern, um die Höhe halten zu können. Aber da ich noch zu ungekonnt und zu angespannt mit meinen Flügeln flattere, wirkt alles in meiner Allround-Ansicht hektisch. Um mich auszuruhen, lande ich im Hühnergehege eines Bauernhofes. Die Hühner werden grade von einem Bauern mit Sonnenblumenkörner gefüttert. Der Bauer ist aus meiner Perspektive für mich so groß, dass ich nur seine Gummistiefel sehen kann. Die Hühner sind dreimal so groß wie ich, kümmern sich aber nicht um mich, weil sie sich auf die Körner stürzen. Durch die Größenunterschiede beeindruckt, wache ich auf, bin jedoch energiegeladen und voller Tatendrang. Wahrscheinlich, weil die Hühner endlich etwas zu futtern bekommen haben.
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Indem ich die "Form" für mich im Traum losgelasen habe, war es mir nach und nach möglich, meine innere (Ver-)Wandlung im Schlaf zuzulassen.

 
Liebe Grüße
 
Bartosz
Zitat:Weil ich es geschafft habe, nicht an meiner Form des Traum-Ichs festzuhalten, ist mir heute Nacht diese Erfahrung zuteilgeworden, ohne dass ich es mir gewünscht oder erwartet habe.

»Der Vogel« // TZT // 17.09.2019
Ich fühle mich wie ein kleiner Vogel, der über den Baumwipfeln fliegt. Dabei habe ich wie bei einem Vogel eine 270° - 360° Ansicht auf die Landschaft unter mir. Es sieht alles realistisch und wunderschön aus, der Morgenaufgang ist in herbstlichen Farben getaucht. Ich bin bei voller Bewusstheit, denn ich muss gleichzeitig mit meinen Armen / Flügeln flattern, um die Höhe halten zu können. Aber da ich noch zu ungekonnt und zu angespannt mit meinen Flügeln flattere, wirkt alles in meiner Allround-Ansicht hektisch. Um mich auszuruhen, lande ich im Hühnergehege eines Bauernhofes. Die Hühner werden grade von einem Bauern mit Sonnenblumenkörner gefüttert. Der Bauer ist aus meiner Perspektive für mich so groß, dass ich nur seine Gummistiefel sehen kann. Die Hühner sind dreimal so groß wie ich, kümmern sich aber nicht um mich, weil sie sich auf die Körner stürzen. Durch die Größenunterschiede beeindruckt, wache ich auf, bin jedoch energiegeladen und voller Tatendrang. Wahrscheinlich, weil die Hühner endlich etwas zu futtern bekommen haben.
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Indem ich die "Form" für mich im Traum losgelasen habe, war es mir nach und nach möglich, meine innere (Ver-)Wandlung im Schlaf zuzulassen.


Hallo Bartosz,

ich habe über deinen Traum nachgedacht und es ergibt sich die Frage: Was genau ist es, das diesen Traum für dich zu einem transzendenten macht? Die beschriebenen Erlebnisse könnten ja ebenso in einem (einfachen) Klartraum passieren. 360°-Sicht, Flugprobleme, Verwandlungen, veränderte Perspektiven, Traumkörperform oder nur Bewusstsein, Farbintensität, realistisches Umfeld, Lehrerfahrungen, energiegeladenes Erwachen im Anschluss. Wo ist da ein Unterschied, was macht solch einen Traum zu einem transzendenten für dich?

Liebe Grüße, Laura
Hi Laura,

danke für Deine Anmerkung. Und ich gebe dir recht.

Umso länger ich – nach deinem Hinweis – über diesen Vogel-Traum nachdenke, desto mehr glaube ich, es ist ein Klartraum. Als ich gestern diesen Traum aufschrieb, war ich noch euphorisch, ein Vogel geworden zu sein. Innerhalb meiner Traumarbeit ist es das erste Mal.

Jedoch fühlte sich diese Erfahrung auch zum Teil wie eine 3D-Computer-Spielsimulation an, wo ich in einem Vogel stecke oder in einem hochmodernen, kleinem „Vogelflugzeug“, den ich versuche zu fliegen: Die 360° Ansicht (4K) war viel zu scharf, der Raum zu beengt, die Steuerung der Flügel zu technisch. Da ich den Vogel nicht fliegen konnte, so wenig wie Hühner fliegen können, bin ich am Ende als „Küken“ in einem Hühnergehege gelandet.

In meinen letzten Trübträumen hatte ich bereits Hinweise bekommen, dass ich "bewusste" Erfahrungen als Tier machen werde. So war ich bereits ein angriffslustiger Panther oder ein verängstigter Hund (in meinen Trübträumen). Aus der Beobachterperspektive konnte ich mich als diese Tiere erkennen und mein „Instinktverhalten“ beobachten können.
So ahnte ich schon, dass ich bald in meinen bewussten Träumen in ein Tier verwandeln werde. Dass es ein Vogel sein wird, damit habe ich nicht gerechnet. Die Vogelwelt ordne ich dem Luft-Element zu, weil sie für mich eher in meinen transzendenten Träumen häufiger vorkommen als in meinen Klarträumen. So habe ich den Traum dieser Gattung zugeschrieben.

Doch falls der Traum meinen eigenen Ansprüchen an einen TZT genügen müsste, wäre ich am Ende nicht den Hühnern begegnet, sondern wahrscheinlich eher bei den „Engeln“ gelandet oder etwas anderem, was jenseits meiner Vorstellungskraft liegt.
Auf der anderen Seite war es mir möglich, den großen „Bauern“ in seinen Gummistiefeln zu beobachten, der die Macht verfügt, den „Hunger“ und somit das „Verlangen“ im mir mit Sonnenblumenkörnern stillen zu können. Ich frage mich: Wer ist dieser „Bauer“ in mir? Und wird mir irgendwann die Gnade zuteil, ihm auf Augenhöhe begegnen zu können?

Kurz: Nach längerer Überlergung, weiß ich nicht, was für eine Gattung vom Traum es ist. Deshalb kann ich Dir in deiner Annahme genauso gut Recht geben.

Ich danke Dir noch mal für Deinen Hinweis, so konnte ich für mich diesen Traum besser einordnen und weitere Fragen zur Entwicklung dieses Themenfeldes für mich erschliessen.

Liebe Grüße,

Bartosz
Tipps und Tricks: Teil 3

Thema: „Nervige“ Figuren und lästige Situationen im Klartraum
 
Zu Beginn meiner Reise wurde ich oft in meinen Klarträumen mit kleinen, nervigen und lästigen Situationen konfrontiert, die mich von vorgenommenen Zielen ablenkten:
 
- nervige, bedrängende Figuren
- „unappetitliche“ oder unangenehme Situationen mit anderen Figuren
- vollgestelltes, zugemülltes Zimmer; schmutzige Toiletten und Waschräume
- unerledigte Hausarbeiten: waschen, putzen, aufräumen, etc.
- und vieles mehr, was für mich nervig und „nicht beachtenswert“ erschien
 
Diese „nervigen“ Situationen habe ich in meinen Klarträumen eine Zeitlang ignoriert, und bin vor diesen lapidaren Nichtigkeiten des Alltags „weggeflogen“, um richtige, lebensverändernde Erfahrungen zu machen: Ich hatte etwas Wichtigeres vor.
 
Gleichzeitig habe ich für mich erkannt, dass diese kleinen, „nervigen“ Zeiträuber in verschiedenen Gewändern, Ausprägungen und Ausrichtungen immer wieder auftauchten: Es fühlte sich für mich an, als ob die Entwicklung meiner Klarträume auf der Stelle stehen würde, obwohl diese Traumsituationen und Begegnungen stets anders wirkten. Ich habe ca. vier Monate damit gehadert, sich mit meinem „Alltagsmüll“ im Klartraum zu stellen.
 
Für mich wurde die Klartraumzeit immer kostbarer, so habe ich angefangen, auf die Bedürfnisse der anderen Figuren zu achten. Ich entschloss mich, selbstloser im Klartraum zu werden. Ich ließ den anderen Traumfiguren die Bedürfnisse, Wünsche und Neigungen ausleben, egal wie nichtig oder abstrus diese waren, und habe stattdessen auf meine (und somit auch vorgenommene Ziele) verzichtet. Wenn das Zimmer zugestellt und zugemüllt war, habe ich angefangen es aufzuräumen / zu entrümpeln. Wenn eine unappetitliche oder „eklige“ Situation sich anbahnte, habe ich mir ihr gestellt. Wenn eine (zb. verwahrloste oder alte) Person mir lästig war, habe ich mich ihr zugewandt und bin – wie ein guter Freund –  bei dieser geblieben. Und so weiter...
 
Im Rückschluss, ohne es zu ahnen, habe ich mich verhalten wie die Goldmarie in dem bekannten Märchen „Frau Holle“: Die fleißige Goldmarie hat die heißen Brote aus dem Offen genommen, den Baum von seinen reifen Äpfeln befreit und der gutmütigen Frau Holle geduldig geholfen, den Schnee aus den Kopfkissen zu schütteln. Und was macht ihre Schwester Pechmarie? Naja...  Für mich galt das Erlernen des Prinzips der Nächstenliebe und der Kunst der Selbstlosigkeit als ein wichtiger Schritt in meiner emotionalen Entwicklung innerhalb der Klarträume. Und die Belohnung war für mich vergleichsweise genauso groß gewesen wie für die Goldmarie im Märchen. Dafür drei Traumbeispiele:
 
»Der verwahrloste Mann«  //  TZT  //  23.02.2008
Ich wache wieder in meinem Bett auf, springe aus dem Fenster und laufe durch die Stadt bis mich ein Mann anspricht. Er ist mir lästig und etwas übergriffig, dazu sieht er sehr verwahrlost, schmutzig aus und jagt mir mit seiner Verzweiflung Angst ein. Aber ich lasse es zu, und entscheide mich bei ihm zu bleiben. Er klammert sich aus Dankbarkeit an mir fest, mein ganzer Körper verkrampft sich. Eine mögliche Körperstarre macht mir aber keine Angst mehr, deshalb stoße ich ihn nicht ab, sondern sage ihm, dass ich als sein Freund und Begleiter bei ihm bleibe. Er lässt mich dankbar los. Mein Körper entspannt sich langsam. Der gleiche Mann wirkt jetzt sauber, sieht wie ein Arzt auf, bringt mich in ein Labor und ist dankbar, dass ich mir sein ganzes Seelenleid angehört habe. Er will mich dafür „entlohnen“: Im Labor nimmt er mir die Beine und Arme ab, die etwas fahl aussehen und ersetzt sie gegen neue, die leicht silbrig glänzen.
Zufrieden wache ich auf. Die (neuen) Beine und Arme fühlen sich erholt und entspannt an.
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Zu den Aufräumarbeiten im Zimmer: Nachdem ich in den ersten Klarträumen noch selbst zugepackt habe, die Zimmer aufzuräumen, habe ich mir später diesen Trick angeeignet:
 
»Aufräumen leicht gemacht«  //  KT  //  12.07.2011
Ich stehe in einem unordentlichen Raum. Indem ich mich entspanne, schaffe ich es, dass sich der Raum wie von Geisterhand selbst aufräumt. Alles bewegt sich in seine ursprüngliche Ordnung zurück.
___

Ich bleibe einfach entspannt, warte ab, und es wird (für mich) wie von Geisterhand aufgeräumt, egal ob es sich um ein unordentliches, vollgepacktes Zimmer oder verdreckte Straßen handelt. Diese wiederhergestellte „Ordnung“ wirkte bei beim Aufwachen nach: Ich fühle mich in meinen Gefühlen aufgeräumter, weniger chaotisch.
 
Der wichtigste Traum bei diesen „lästigen“ Aufräumarbeit war für mich der folgende. Er fast zusammenfasst, warum es sich für mich gelohnt hat, meinen kleinen, „lästigen“ Themen und „Faulpelzen“ zu stellen:
 
»Eine neue Tür«  //  TZT  //  21.08.2010
Ich spüre, dass jemand neben mir liegt. Ich habe einen Taschenrechner in meiner Hand und setze alle bis dahin eingegebenen Zahlen auf Null. Ich drehe mich um und sehe eine Frau neben mir liegen. Dann gehen wir gemeinsam los und bleiben vor einer dunklen Tür stehen. Sie überlässt mir die Entscheidung, ob ich vor der Tür bleiben möchte und auf sie warte oder ob ich folge. Weil ich ihr vertraue, entscheide ich mich dafür, ihr zu folgen.
Ich wache auf, schlafe gleich wieder ein, um den Traum fortzusetzen.
Ich bin mit der gleichen Frau wieder in meinem Zimmer. Sie beschimpft mich, versucht die Wahrheit aus mir herauszuprügeln, dabei hält sie mich am Kragen fest und schüttelt mich durch. Ich weiß nicht, was sie von mir will oder was ich vielleicht falsch gemacht habe. Keine Ahnung, was mit ihr los ist.
Ich wache diesmal etwas verblüfft auf und schlafe wieder ein.
Ich bin mit derselben Frau zusammen. Alles scheint wieder in Ordnung zu sein. Wir gehen durch ein dunkles Wohnzimmer, ich folge ihr. Sie sagt mir, ich soll mir den nächsten Jugendlichen, den ich sehe, greifen und ihn einfach verprügeln, und schon sehe ich einen lethargischen, gelangweilten, jungen Mann auf einer Couch träge liegen, so als ob er sich schon aufgegeben hat. Ich schnappe ihn mir, schüttle ihn und prügle auf ihn ein. Daraufhin erzählt er mir völlig verzweifelt seine tragische, polnische Lebensgeschichte. Dann verwandelt er sich in ein modernes iPad. Die Frau sagt, ich solle mir einfach den nächsten schnappen. Ich greife mir einen weiteren enttäuschten Jugendlichen und schüttle ihn durch. Er erzählt mir seine traurige Vergangenheit, als ich ihm mit Prügel drohe. Er löst sich auf, dabei entspannt sich mein Brustkorb. Die Frau schaut mich an und lächelt.
Ich wache auf.

Ich merke, dass sich ein Teil meines vergangenen Lebens in meinem Brustkorb aufgelöst hat. Die beiden Jugendlichen haben meine Lebensgeschichte mit einigen tragischen Erlebnissen im Schnelldurchlauf rekapituliert. Als ich die Trauer dieser Jugendlichen durch mein hartes Eingreifen an die Oberfläche zerrte, verschwanden die alten Stimmungen in meinem Brustkorb und verwandelten sich in etwas Neues und Positives – wie das moderne iPad. Hätte ich das nicht getan, würden sich die beiden enttäuschten Jugendlichen weiter selbst bemitleiden und im Leben nicht vorankommen.

Notiz: Nach diesem transzendenten Traum beschäftige ich mich nicht mehr mit meinen Erinnerungen als Kind und Jugendlicher, der sich mit acht Jahren in einem neuen Land zurechtfinden musste. Ich trauere dieser Zeit gar nicht mehr nach. Das ist der Grund, warum manchmal so hart und brutal auf mich zugegriffen wird: um die angestaute Verzweiflung, die sich irgendwo in meiner Tiefe vergraben hat, wieder ins Bewusstsein zu holen, damit ich mich mit ihr versöhnen kann.
___
 
Nachdem ich mich den kleinen, unliebsamen „Situationen“ und den „nervigen“ Figuren / (die ich stets selbst bin), in mir ausgesöhnt habe, haben diese mich von meiner Traumarbeit nicht mehr abgelenkt: die "lästigen" Figuren oder „Komparsen“ auf den Straßen funkeln in meinen Träumen nicht mehr dazwischen.
Und wenn, dann tauchen diese als Freude oder Mentoren, so wie meine Begleiterin in dem oberen Traum auf. Erst sie zeigte mir eine neue Tür in meiner Vergangenheit auf, die ich ohne sie nicht gefunden hätte. Und ohne ihre guten Ratschläge hätte ich mich mit meiner Vergangenheit nicht aussöhnen können.
 
Liebe Grüße
 
Bartosz
Tipps und Tricks: Teil IV (für Fortgeschrittene)

Thema: Der Tod anderer Figuren im Traum

Nach meiner Erfahrung ist Zeit im Klartraum eine Illusion. Somit gibt es auch keinen Tod bei meinen Traumfiguren. Jeder Tod der Traumfiguren ist nur „gespielt“.

So ähnlich wie bei einem Theaterstück, wo sich zwei Schauspieler noch hinter der Bühne zuzwinkern, und dann sich auf der Bühne gegenseitig „umbringen“. Wenn der Vorhang wieder fällt und ihre Show vorbei ist, gratulieren sie sich gegenseitig zu ihrer Performance.

Dieselbe Erfahrung habe ich in meinen Klarträumen gesammelt: Manchmal ist vor meinen Augen eine Traumfigur getötet worden: Eine Katze hat einen kleinen Vogel getötet, der kaum fliegen konnte. Auch wenn der Tötungsanblick für mich erschütternd war, war es nur eine sehr realistische Aufführung. Für diese Aufführungen gelten alle Formen von Gewalt, die an den Figuren verübt wird: egal, ob durch Reißzähne, Stichwerkzeuge oder Pistolen etc.

Falls wieder bei mir solche gewalttätigen Übergriffe zwischen den Traumfiguren vorkommen sollten, habe ich  in einer Trance von meiner  Mentorin diesen Tipp bekommen: „Enjoy the show“. Das bedeutete für mich: Ich soll aus der Ruhe heraus den brutalen Vorgang beobachten, diesen nicht durch meine materielle und festgefahrene Sicht in Bezug auf den Tod verfälschen, um dann zu schauen, was mit den angeblich „toten“ Figuren wirklich geschieht. Das Konzept der „Auferstehung“ bekam bei mir eine ganz neue Wertigkeit.

Für mich war es wichtig, den Tod der anderen Figuren als Illusion enttarnen zu lernen, ansonsten hätte ich im Klartraum am linearen Konzept der Zeit weiter festgehalten. Mir wäre sonst die Möglichkeit verwehrt, weitere mystische und transzendente Erfahrungen zu erleben.
Gleichzeitig wären mir die Energieebenen hinter dem mystischen Tod der anderen Figuren verwehrt geworden. Das wären zum Beispiel Geister- und Lichterscheinungen, Auren, Engel-Ankündigungen, Prophezeiungen, und so weiter. Ich habe mir diese Einsichten nie gewünscht oder jemals vorher daran geglaubt, doch sie sind an mich herangetragen worde.  So wurde mir nach und nach möglich, hinter den Vorhang des mystischen Tods zu schauen, und somit eine parallele, für mich bis dahin unsichtbare Dimension im Traum wahrzunehmen.

Hier drei Traumbeispiele, wo ich mit dem Tod der anderen Figuren konfrontiert bin.    

»Geisterpferd«  //  TZT  //  02.06.2009
Ich erfahre, welche Prüfung als Nächstes ansteht. Ich soll auf einem Pferd über eine Hindernisstrecke reiten. Ein Reiter zeigt mir auf seinem Pferd die Strecke und die Hindernisse, die ich zu bewältigen habe, doch dabei stürzen beide so böse, dass sie sterben. Erschreckt warte ich ab, dann springt plötzlich aus dem toten Pferd ein Geisterpferd heraus. Es wiehert laut, weil es überlebt hat. Meine Verblüffung beendet den Traum.

Notiz: Ich stelle fest, dass die Traumfiguren den Tod und das Sterben spielen. Ich falle jedoch darauf herein: Es gibt keinen Stillstand oder den Tod im Traum.
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»Sterben«  //  TZT  //  13.12.2009
Meine Kollegen, meine Freunde, meine Schwester und ich versuchen uns alle gegenseitig umzubringen, aber wir schaffen es nicht. Ich schaffe es nicht, zu sterben, obwohl ich es will, denn ich hoffe, mit dem Trick noch in eine tiefere Ebene zu gelangen. Nicht einmal der eigene Tod ist die Lösung. Es ist sogar sehr bitter, nicht sterben zu können. Nachdem ich sie darum bitte, versucht meine Schwester, mir ein Messer in den Bauch zu rammen. Das Messer kommt nicht durch meine Haut hindurch. Wir sind frustriert und gehen alle gemeinsam einen Tee trinken.

Notiz: Es gibt keinen Tod im Traum, denn sonst halte ich an der eigenen Vorstellung von Zeit und damit an meinem Willen / konditionierten Prägungen fest.
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»Armee der Toten«  //  Trübtraum  //  02.03.2011
Dreißig Tote werden zum Leben erweckt. Im Sonnenlicht sind es schöne Menschen, in der Dunkelheit sind es lebende Tote. Ich führe diese an.

Notiz: Alles was tot ist, ist lebendig und umgekehrt. Immer mehr werde ich zum Sowohl-als-auch-Bewusstsein geführt.
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Denn, wenn mein eigenes Traum-Ich unsterblich ist, warum sollte ich die Unsterblichkeit und somit die Kraft der Auferstehung meinen Traumfiguren, die ich ja selbst bin, verwehren?
 
In diesem Sinne: Enjoy the show!
Zitat:In diesem Sinne: Enjoy the show!

Hmm.....
quotes zum Thema Traum-Ethik von Andrew Holocek:
Zitat:Dreams are the children of your mind!
Treat it in loving compassioned way.
Dreams are not tax free from a karmic buddhist view.

Ich halte mich vorläufig lieber daran.

Da ist 'No-thing' in meinem Traum. Es gibt auch meinen Traumkörper erst, wenn ich mir Vorstelle einen zu haben (siehe mein Nasenwurf-Experiment). Darum muss ich auch nichts umbringen oder gewaltsam zerstören.

Aber ich bin gespannt darauf, wie sich deine Heldenreise weiterentwickelt hat!
Thema: Die vollkommene Zerstückelung meines Körpers im Klartraum und die Konsequenzen

»Das weißsilberne Einhorn«  //  TZT //  20.11.2019
Nach einem Trübtraum stehe ich auf dem Dach eines Wolkenkratzers. Ich erkenne den Traum als Klartraum und lasse mich entspannt in den Tod fallen, lasse los und schließe die Augen. Mein Aufprall wird langsam abgebremst und mein Körper fängt langsam an, in der Dunkelheit zu rotieren. Mein Körper dreht sich um alle Achsen, bis ich wieder in eine ruhige, senkrechte Position gebracht werde. Die Dunkelheit lichtet sich wieder. Ich bin in einem abgedunkelten Ärztezimmer, vor mir steht ein Krankenbett. Ein Chirurg kommt auf mich zu. Ich entspanne mich und lasse die Situation zu. Am Arm führt mich der Arzt zum Krankenbett, legt mich dort hin und holt unter der Bahre eine scharfe Axt hervor. Egal was kommt, ich lasse es geschehen und entspanne mich. Mit einem gezielten Schlag trifft der Chirurg mein Herz, das Blut spritz, doch es tut nicht weh. Ich entspanne mich weiter. Mit der Axt zerstückelt er meinen ganzen Rumpf bis zur Unendlichkeit. Bevor er meinen Kopf mit dem Beil erreicht, mache ich wieder die Augen zu. Auch mein Kopf wird zerkleinert, bis nichts von meinem Körper übrigbleibt.
Die Dunkelheit lichtet sich wieder. Ich liege zwar weiterhin auf der Bahre, bin jedoch in einem hellerleuchteten Kellergewölbe und der Arzt ist verschwunden. Ich bin mir des transzendenten Traumes vollkommen bewusst, stehe langsam auf und schaue mir meine Hände und meinen Körper an. Meine Haut ist aus vollkommenem Silber. Wie reines glänzendes Metall, jedoch elastisch wie die eigene Haut. Genauso verhält es sich mit meinem Gesicht, welches ich kurz in einem Spiegel sehe: Ich sehe aus, wie die Figur des „Silver Surfers“ aus dem Superheldenfilm „Fantastic Four“. Als ich den sauberen Kellergang entlanggehe, sehe ich weitere Personen, die auch aus reinem Silber bestehen. Jedoch haben diese, wie Ritter in ihren glänzenden, silbernen Rüstungen, ein Speer oder ein Schwert in der Hand. Als ich zufällig gegen eine der Speerspitzen komme, kann diese meine silberne, metallische Haut nicht durchdringen. Ich stelle fest, dass nichts Scharfes meine Haut durchdringen kann.
Daraufhin lädt mich ein silberner Ritter ein, ihn zu begleiten. Er zeigt mir seine Welt unter der Erde. Hier finde ich auch normalaussehende Menschen vor, die zufrieden in ihren kleinen, liebevoll eingerichteten Wohnungen vor sich hinleben. Sie sind alle freundlich zu mir. Was ich jedoch nicht verstehe, ist, warum sie nicht auf der Oberfläche leben wollen. So lasse ich mir die Oberfläche zeigen. Ich lasse mich durch die Betondecke aufsteigen, jedoch muss ich mich durch die darüberliegende Erdschicht durchgraben, so als ob ich mich aus einem Friedhofgrab befreien müsste.
Auf der Oberfläche stehe ich mitten in einer Steppe, die vom warmen Sonnenlicht durchflutet ist. Doch irgendeine starke Energie, gegen die ich mich kaum wehren kann, zieht mich wieder in das helle Kellergewölbe unter der Erde zurück. Mir wird erklärt, dass hier unter der Erde das Land der „Toten“ ist. Und alle Menschen, die hier wohnen, können diesen unterirdischen Bereich nicht verlassen, weil es an sich schon „Geister“ sind. Ich glaube, dass ich wegen meiner silbernen Haut nun auch zu der Gruppe der Verstorbenen gehöre und hier nun bleiben muss. So glaube ich auch, dass diese starke, fremde Energie mich immer wieder hierher zurückbringt. Es ist nicht schlimm für mich. Denn ich weiß, dass ich es mir hier, genauso wie die anderen Verstorbenen, gemütlich und wohnhaft machen werde.
Jedoch kommen ein Mann und eine Frau auf mich zu, die normal wirken, sich aber vor meinen Augen zur silbernen Menschen verwandeln und mich mitnehmen wollen. Sie wollen auf die Oberfläche, ich folge ihnen. Wir graben uns durch die Erde auf die Oberfläche der Steppe. Die Energie, die uns wieder zurückhalten will, ist nicht stark genug, um uns drei davon abzuhalten, hier anwesend zu sein. Dabei merke ich, wie sich unsere silbernen Körper, die androgyn wirken, anfangen zu verformen: vor allem meiner, was mir keine Angst macht. Ich lasse es zu. Aus unseren drei Körpern wird ein silberner, weißglänzender Vierbeiner, der von einer magischen, unsichtbaren Kraft geformt wird. Aus der Frau werden der hintere Teil und die Beine des Tieres, mein Körper wird zum Mittelteil – also Bauch –, und aus dem Körper des Mannes werden Hals und Kopf geformt. Am Ende manifestiert sich aus uns dreien ein großes, weißsilbernes, lebendiges Einhorn. Es ist wunderschön und wird vom Glanz der Sonne umhüllt. Weil ich über den Ausgang des Traumes verwundert und gleichzeitig erfreut bin, blendet er sich aus.
Ich wache auf. Dabei fühle ich mich glücklich, erholt und energiegeladen. Kein wunder, denn ich glaube oder bilde es mir zumindest ein, dass in meinem Bauch nun auch ein wunderschönes „Einhorn“ wohnt.

Notiz: Das war mein erster transzendenter Traum, in dem mein Körper (von einer Axt) vollkommen zerstückelt wurde. Ich habe nichts erwartet, nichts gewollt. Meine Ziele im Klartraum habe ich ganz aufgegeben und meinen Willen im vollen Vertrauen an die anderen Figuren / Kräfte abgegeben. Wenn ich meinem Tod im Traum in jeglicher Hinsicht nicht zulasse, werden mir viele spirituelle, „geisterhafte“ und mystischen Kräfte im Klartraum verborgen bleiben. Es ist für mich nicht möglich, diese Ebenen im Klartraum zu erfahren, wenn ich an meiner Persönlichkeit, meinem Intellekt und der Form meines Körpers festhalte. Gleichzeitig habe ich in meinem Alltag nichts mit Esoterik, Spiritualität und Mystik am Hut, dennoch erscheinen mir diese geistigen Phänomene in meinem Träumen, wenn ich mich auf meinen vollkommenen Ich-Tod im Klartraum einlasse. Energiespendend und bewusstseinserweiternd ist diese Form der Traumarbeit, wo ich den Tod im Traum in jeglicher Hinsicht akzeptiere, integriere und im vollen Vertrauen annehmen, für mich obendrauf. Das Phänomen und die Kraft der "Wiederauferstehung" bekommt somit einen Platz in meinem Träumen, auch für verstorbene / nie dagewesene Einhörner.