"Unser ganzes Leben verbringen wir damit, uns Sorgen über die Zukunft zu machen. Wir planen die Zukunft. Als würde uns das vor der Wucht der Zukunft bewahren. Aber die Zukunft ändert sich dauernd. In der Zukunft wohnen unsere tiefsten Ängste und unsere größten Hoffnungen. Aber eins ist gewiss: Wenn sie sich am Ende offenbart ist die Zukunft nie so wie wir sie uns vorgestellt haben." Grey
31.08.2010 19:25
ricky_ho
Administrator
Beiträge: 1.710
Registriert seit: Dec 2005
"... schämst du dich nicht, für Geld zwar zu sorgen, wie du dessen aufs meiste erlangst, und für Ruhm und Ehre, für Einsicht aber und Wahrheit und für deine Seele, dass sie sich aufs Beste befinde, sorgst du nicht und hieran willst du nicht denken?" - Sokrates
01.09.2010 01:26
Don Rinatos
Die Tiefe der Natur erkenne!
Beiträge: 1.717
Registriert seit: Jul 2004
Es ist komisch: man kommt nach Hause, lässt vier Stunden Fahrt über sich ergehen, betritt das Elternhaus und ist sofort wieder in der Rolle des Kindes. Das fällt mir vor allem jetzt auf.
Meine Eltern streiten, weil sie aneinander vorbeireden. Mein Vater macht gewisse Dinge, auf Rücksicht auf meine Mutter - diese versteht es falsch und fühlt sich zurückgewiesen. Sie reden nicht miteinander, nein, sie schmeißen sich nur flüchtige, messerscharfe Kommentare zu.
Eben konnte ich mich einfach nicht zurückhalten und sagte (viel zu laut) : "Redet doch miteinander!" Ich zeigte beiden ihre Seiten auf, zeigte ihnen, dass der andere nur verletzend ist, weil er missverstanden ist und bin gegangen.
Nun sitze ich in meinem Bett, kann nicht schlafen und fühle mich wieder von der Magie dieses Hauses, seiner Bedeutung erwischt: ich bin wieder ein Kind. Ich sitze in meinem Bett, könnte fünf Jahre alt sein und höre die dumpfen Stimmen meiner Eltern, wie sie miteinander reden. Und kann nicht schlafen.
Es ist komisch, das Rede manchmal so schwer ist. Dass es manche nicht schaffen, ihren Stolz zu überwinden und offen zuzugeben: Ich habe Angst. Ich bin schwach. Ich brauche dich.
Der Mensch ist manchmal ein seltsames Geschöpf ...
Mein Dad sagte mal zu mir das es immer so ist.
Man kann schon "groß" sein, aber für die Eltern bleibt man immer das "kleine" Kind.
Man weis dass, das Kind erwachsen ist. Aber man hat immer noch diesen Typischen Eltern-Kind beschützer Instinkt.
Was mich gerade (immer noch) beschäftigt:
Ich geh ins Kino, ich geh in Inception! JUHUUUUUU !
Was mich sonnst noch bewegt?
JFK, Codes, Die Simpsons, mein Po der weh tut vom vielen Sitzen und die Badewanne in die ich gleich geh
LG
Eure Dreaming
Den Tod als Gewissheit, geringe Aussicht auf Erfolg, worauf warten wir noch?
Wieso meint mein Mann ich sei ein Kaninchen?
Mein Lieblingsessen: Salat
03.09.2010 18:08
spell bound
Pflanzengeist
Beiträge: 2.187
Registriert seit: Aug 2004
(03.09.2010 20:13)spell bound schrieb: noch schlimmer ist ja eigentlich, dass es völlig normal zu sein scheint - so legt jedenfalls jene redewendung nahe - kinder "wie kinder" zu behandeln.
Da könnte man sich natürlich fragen, wenn wir es selbst im Erwachsenenalter nicht ertragen können, wie Kinder behandelt zu werden, warum sollte man Kinder dann überhaupt so behandeln?
Was bedeutet es, "wie ein Kinder behandelt zu werden"? Für mich impliziert das immer, evtl. nicht ganz ernst genommen zu werden - "du hast da nichts zu sagen!"
Ja, richtig, iwld, das impliziert "du bist dumm und unfähig und ich bin weise und weiss es besser". Warum das so ist und viele Eltern kein Einsehen haben, mag komplexe Gründe haben. Doch etwas ganz ähnliches geschieht, wenn man nach Jahrzehnten an eine Klassenzusammenkunft der Grundschule geht. Die Beziehungsmuster sind wieder genau die gleichen, wie vor Jahrzehnten. Die wenigsten durchschauen das und sind in der Lage, kreativer und "erwachsener" damit umzugehen. Eingefahrene Beziehungsmuster sind offenbar sehr hartnäckig. Auch Geschwisterbeziehungen unterliegen oft dieser Starrheit der Beziehungsmuster.
Wenn die Seele etwas erfahren will,
wirft sie ein Bild voraus, von dem sie
etwas erfahren möchte, und ..
betritt ihr eigenes Bild. - Meister Eckehart
Mich bewegt, dass ich gerade mit meiner Band vom Festival zurückgekommen bin. Ich hätte nie gedacht, dass es so weit kommt, wohl aber geträumt. Nach drei Tagen spielen, singen und frieren im Zelt ist alles irgendwie voll von Obertönen und Musik. Verrückt!
Alles begann mit einem Tod.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.09.2010 22:23 von Don Rinatos.)