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Der Wille des Menschen» Wieviel Macht hat man?

RE: Der Wille des Menschen
#16
12.09.2018, 19:44 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.09.2018, 19:53 von ichbinmehr.)
Also ich habe es wie schone erwähnt ganz anders erlebt. Es gibt Dinge für die ich mein Leben lang gekämpft habe, viele Jahre, immer wieder, mit all meiner Kraft, und doch gescheitert bin. Daher ist meine Perspektive wohl eine andere.

Das konkrete hier und jetzt würde mir auch Spass, machen wenn ich mal erleben würde, dass ich umsetzten kann, was ich mir vornehme. Es gibt ja Gründe warum sich jemand in den Geist flüchtet. Ich denke aber, das das folgerichtig passiert, wenn ein Mensch an dem Punkt steht, wo das Ego überwunden werden soll. So ist Kompensation an der Stelle nicht etwas schlechtes, sondern eine Umkehr. Wie sollte man das Ego überwachsen, wenn man an den Erfahrungen des Mensch seins hängt? Man lässt ja nichts gerne los, was angenehm ist. Deshalb macht meine Erfahrung der Frustration einen Sinn für mich, da ich erwachen wollte. Es war eben wie ein langsames Sterben.

Könntest du mal beschreiben Ceesbe wie du ein Vorhaben umsetzt mittels willen?
Ich würde das gerne lernen, und habe wohl irgendwo ein Blockade.

Zitat:Clearseven: Wollen ist eine bewusste Handlung, wenn auch vom Unterbewusstsein getriggert. Instinkt und Trieb sind dagegen komplett unbewusst, wobei Instinkte vererbt werden, der Wille jedoch nicht. Triebe sind sowohl angeboren, als auch erlernt, aber ebenso unbewusst, wie Instinkte.


Man kann sich diese unbewusste Ebene durch Meditiation bewusst machen. Dann fallen all diese Konzepte weg. Sowohl Überlebens- und auch Fortpflanzungstrieb sind mir so bewusst geworden. Da konnte ich sehen, dass es ist nur sehr feste Vorstellungsind, aber diese Triebe gehören zur Illusion. Ich glaube dass wirklich alle Vorstellungen, egal ob wir diese durch in Stein gemeisselte Konzepte vertreten, wie die Biologie zb, wegfallen können. Dh. im Klartrext ich zweifele den Materialismus an. Für mich ist Materie geronner Geist.

Wie gesagt auf der normalen Alltagsebene (im Spiel des Lebens), machen Unterscheidungen Sinn.  Aus der höheren Sicht, sind sind all diese Antriebe um etwas zu tun, ein und das Selbe, eine Illusion, die man erkennen kann. Nur das wir normalerweise keinen Zugriff auf das haben, was wir Trieb, Bedürfnis oder Genetik nennen. Genau das meinte ich, als ich sagte, man darf die Alltagssicht und die andere Sicht nicht zusammen werfen. Jetzt hast du es doch getan. Das zeigt du hast eine Vorstellung, davon dass sich manche Dinge wandeln lassen, und andere nicht. Ich glaube aber, dass man alles wandeln kann! Mein Glaube kennt zumindest theoretisch keine Grenzen. Ich weiß nur manchmal praktisch noch nicht, wie ich das umsetzten solll. Ich stehe da praktisch genauso vor Blockaden. Aber letztlich glaube ich gibt es gar nichts festes.
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RE: Der Wille des Menschen
#17
12.09.2018, 19:56 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.09.2018, 19:57 von Brot82.)
(12.09.2018, 17:30)clearseven schrieb: Wollen=aktiv, Wünschen=passiv ist nicht unbedingt richtig. Kinder z.B. wünschen sehr aktiv, wollen und Wünschen ist bei denen eines. Wir Erwachsenen können auch aktiv wünschen. Wenn wir uns einen Klartraum wünschen z.B. und diesen Wunsch als Autosuggestion formulieren, wünschen wir sehr aktiv. Gleichzeitig wollen wir, dass der Wunsch in Erfüllung geht. Unter Umständen gibt es auch ein unbewusstes Wollen? Psychosomatische Leiden können als Ursache haben, dass man unbewusst krank werden will, um eine Veränderung in seinem Leben zu erzwingen.

Mit Wünschen ist passiv meine ich eher, dass man den Wunsch zwar hat, aber sich nicht wirklich aktiv dafür einsetzt. Wenn ich jetzt mir etwas zum Geburtstag wünsche, dann teile ich diesen Wunsch mit, und dann warte ich. Wenn ich etwas essen will, dann kaufe ich mir ein Brötchen, am besten gleich.

Natürlich besitzen sowohl Wünschen als auch Wollen aktive und passive Komponenten, aber ich würde behaupten, Wollen ist viel aktiver und auf die jeweilige Person als umsetzende Komponente zentriert als Wünschen.
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RE: Der Wille des Menschen
#18
12.09.2018, 21:06
Ich fand das Dreieck, was die beiden in ihrem Video beschreiben ganz interessant.
Es geht im dem Video um den Willen in der Magie.
https://www.youtube.com/watch?v=qQ3hkgajNsM
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RE: Der Wille des Menschen
#19
13.09.2018, 12:13
Es liegen ja in der Tat die Begriffe "Wille" und "Wunsch" dicht beieinander. Wünschen ist so eine Art schwaches Wollen. Wenn man die folgenden Sätze vergleicht, wird vielleicht klar, was ich meine.

Ich will einen Klartraum und will, dass es heute noch passiert. (stärkste Suggestion)
Ich wünsche mir einen Klartraum und will, dass es heute noch passiert. (mittlere Suggestionsstärke)
Ich will einen Klartraum und wünsche mir, dass es heute noch passiert. (mittlere Suggestionsstärke)
Ich wünsche mir einen Klartraum und wünsche mir, dass es heute noch passiert. (schwächste Suggestion)
Life is just a long false awakening
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RE: Der Wille des Menschen
#20
13.09.2018, 12:21
Ich finde wünschen stärker als wollen. In meinem Leben sind Dinge eher passiert, die ich mir gewünscht, als solche, die ich gewollt habe. Wünsche sind magisch meditier
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RE: Der Wille des Menschen
#21
13.09.2018, 14:30 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.09.2018, 14:33 von Brot82.)
(13.09.2018, 12:21)Liri schrieb: Ich finde wünschen stärker als wollen. In meinem Leben sind Dinge eher passiert, die ich mir gewünscht, als solche, die ich gewollt habe. Wünsche sind magisch meditier

Das heißt aber noch lange nicht, dass Wünschen stärker ist als Wollen! (Stärker im Sinne von Antriebskraft, nicht im Sinne von Erfolg.)

Ebenso gut kann die Erklärung herhalten, dass su dich beim Wollen zu sehr darauf verkrampfst, weil du es stärker willst, und durch das Versteifen darauf es eher schiefgeht.
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RE: Der Wille des Menschen
#22
13.09.2018, 14:59
[+] 1 User sagt Danke! Liri für diesen Beitrag
Nah. Ich glaube eher, und das kann ich nicht argumentativ belegen, sondern nur emotional erklären, dass das Wünschen tiefer drin sitzt, sozusagen, eher im Unterbewusstsein. Wünschen ist zutiefst mit positiven Emotionen besetzt und daher auch dann wirksam, wenn man an das Wollen nicht herankommt.

So hab ich mir meinen Arbeitsplatz z.B. herbeigewünscht =) Da war ich viele Jahre, bevor ich dort angefangen habe, und dachte mir: Woah, wie schön, hier würd ich gerne arbeiten.

Ich kann mir das logisch nur so erklären, dass ich genau gespürt habe, was mein idealer Arbeitsplatz sein könnte, und bei einschlägigen Entscheidungen mein Unterbewusstes mit eine Rolle gespielt hat, so dass ich mich eher in diese Richtung hin entschieden habe, ohne es recht zu merken.

Das ist aber kein "ich wünsch mir mal was", mit Beliebigkeit, sondern sitzt viel tiefer.

Sorry, anders kann ichs nicht erklären, wenn du es nicht verstehst, versuch ich einen zweiten Anlauf.
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RE: Der Wille des Menschen
#23
13.09.2018, 15:22
[+] 3 User sagen Danke! Rhetor für diesen Beitrag
Ich vermute, dass das, was man mit diesen beiden Begriffen jeweils assoziiert, individuell oft sehr unterschiedlich ausfällt.
Z.B. kann ich mich eher mit dem indentifizieren, was Brot schreibt, aber auch nicht uneingeschränkt.

Insbesondere kann sich die Begriffsbelegung im Laufe des Lebens verschieben.

Ein kleines Kind, dessen Wortschatz noch sehr beschränkt ist, "will" z.B. auch etwas Bestimmtes zum Geburtstag – einfach weil ihm die Formulierung "ich wünsche mir" noch nicht geläufig ist und "ich will" daher die einzige Möglichkeit, all das auszudrücken, was irgendwie in die Richtung Wunsch, Begierde, Sehnsucht, Vorsatz, whatever geht.

Später lernt es dann, dass das ab einem gewissen Alter als unhöflich und unreif angesehen wird und man daher in vielen Fällen lieber "ich möchte" oder "ich wünsche mir" sagt.
Mein Klartraum-Roman:      Finja – Bedeutsame Begegnungen
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RE: Der Wille des Menschen
#24
13.09.2018, 15:42
[+] 1 User sagt Danke! Lucinda für diesen Beitrag
Beim Wünschen oder Befürchten von sich bewahrheitenden Dingen stellt sich mir auch die Frage, inwiefern ist dies kausal durch bestimmte Vorstellungen und Gedanken bedingt oder evtl. doch auf einer präkognitiven Wahrnehmung beruhend oder auf eben Beides.
Liegt es wirklich allein am eigenen Willen, der sich etwas zielgerichtet herbei wünschen oder herbei fürchten kann, oder inwiefern handelt es sich auch um ein "Wissen" bzw. der Vorwegnahme einer möglichen Realität?
Eine Sehnsucht nach etwas, z. B. nach einem bestimmten Ort, könnte auch aus dem Bekanntheitsgrad des Vorwegwissens rühren.
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RE: Der Wille des Menschen
#25
14.09.2018, 10:27
[+] 2 User sagen Danke! gnutl für diesen Beitrag
"Wünschen/Wollen" ist erstmal ne reine Sprachsache; wenn ihr das in ne andere Sprache übersetzt, verschieben sich schon die Bedeutungen etwas, und manche Sprachen haben vermutlich erst gar nur ein Wort für beides. Je nach Kontext und wie ein Satz aufgebaut ist, heißen die Wörter was anderes. Wenn ihr das klären wollt, müsst ihr über Definitionen reden.^^

Bsp.:

"Ich habe den Wunsch, dass X in diesem Land ist." - könnte eine Politiker*in sagen, um das Anliegen ihrer Partei durchzubringen.
"Ich wünsche mir, dass X geschieht" - drückt eine starke Präferenz für X aus.
"Ich wünschte, dass X geschieht" - dann wirds auf einmal noch unrealistisch.
"Ich wünsche mir X" - eher die Formulierung, die eins einem Dschinn stellen würde, der Wünsche erfüllt, oder
"Ich wünsche mir X zum Geburtstag" - da ist plötzlich wieder ein sozialer Kontext drumrum, damit das funktioniert, müssen die Beteiligten wissen, dass es Anlässe wie Geburtstage gibt, bei denen Geschenke vergeben werden, und dass es in dieser Situation okay ist, vorher zu äußern, was eines geschenkt bekommen möchte.
Und so weiter...

~

Ich finde weniger interessant, was ich sage oder denke, dass ich will, als was ich spüre, dass ich will oder nicht will. Klar kann eines das immer noch hinterfragen, warum das so ist, aber ab einem gewissen Punkt finde ich das ziemlich unwesentlich, und besser, das mal zu spüren und/oder umzusetzen.
Lebe jeden Moment so wie du ihn brauchst!
- - - - - - - - - - - - > Blog |  youtube

let's destroy another seismograph / injustifiable means / I dont think it matters
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RE: Der Wille des Menschen
#26
14.09.2018, 14:34 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.09.2018, 14:35 von Brot82.)
[+] 3 User sagen Danke! Brot82 für diesen Beitrag
(13.09.2018, 14:59)Liri schrieb: Das ist aber kein "ich wünsch mir mal was", mit Beliebigkeit, sondern sitzt viel tiefer.

Aha! Ich glaube ich verstehe, was du meinst. Ja, kann ich bejahen. Auch wenn ich sagen würde, dass Wollen stärker bewusst ist und deshalb stärker ist, aber nicht unbedingt effektiver.

@gnutl:

Das Wünschen/Wollen habe ich vor allem gebracht, weil es, obwohl sich beide Begriffe sehr stark ähneln, es einen Unterschied in ihren Substantivierungen gibt.

Zum Wünschen kommt der Wunsch. Der Wunsch ist das, was man sich wünscht.

Zum Wollen kommt der Wille. Aber der Wille ist nicht das, was man will. Es ist ein Prozess, irgendwas im Kopf, was abstraktes.

Über den Vergleich wollte ich überlegen, was genau der Wille jetzt ist, aber es sind mehr grobe Überlegungen, abgeleitet aus dem, was ich mit dem Willen verbinde.
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