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Angst und Angstbewältigung

Angst und Angstbewältigung
#1
Diese Thread-Idee ist hier entstanden.

Hier kann über Angst und deren Bewältigung diskutiert werden.
Es können Tipps gegeben werden, wie man sich mit Angst auseinandersetzen kann, wie man gegen sie ankämpfen kann.
Auch Themen zu Angst allgemein sind angebracht.
Ebenfalls möglich sind Vorschläge, wie man Klarträume als Hilfe bei Angstbewältigung einsetzen könnte.


The oldest and strongest emotion of mankind is fear


...und deshalb ist es ein sehr ergiebiges Thema zum diskutieren, da jeder schon mal Angst hatte. Das gehört zum Mensch-sein dazu.

Im Thread, der oben verlinkt ist, wurde bereits vieles zum Thema Höhenangst und Höhenschwindel besprochen.

Sonst bleibt nicht mehr viel zu sagen.
Wenn eine Diskussion über Angst stattfindet und droht, ins Off-Topic für den Original-Thread zu geraten: Hier ist Platz dafür!
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RE: Angst und Angstbewältigung
#2
Huhu, ihr beiden(Brot und Mario), ich habe euer Thema verfolgt im andern Thread und klinke mich mal mit ein biggrin

(08.08.2017, 20:51)Mario schrieb: Ich frage, weil es Menschen gibt die problemlos in ein Flugzeug steigen können, in der Seilbahn in den Alpen aber panische Angst bekommen.

Mir geht es so ähnlich wie Brot. Flugzeug oder extreme Höhen, in denen man nicht mehr viel vom Boden erkennt, sind nicht das Problem. Aber wehe, ich stehe auf einem Felsen und nähere mich dem Abgrund. Noch bevor ich in die Tiefe sehen kann, kribbelt es im Magen. Das wird immer schlimmer, bis ich zurücktrete. Dasselbe, wenn ich aus mittleren Höhen runter schaue, z.B. Balkons im sechsten Stockwerk, Aussichtstürme, Hausdächern, hohen Leitern usw. Ich bremse dann immer ab bevor der Schwindel einsetzt. Glaub, dass die Angst vor dem Schwindel das schon anregt.
Knieschlottern kenne ich dagegen überhaupt nicht.

Zitat:Es hängt eben von vielen Faktoren ab.
Sitze ich? Stehe ich?
Kann ich mich festhalten?
Wie hoch befinde ich mich?
Gibt es Wind?
Ist der Untergrund stabil oder wackelt es?
Wie weit befinde ich mich vom Rand weg?

Ja, genau bigwink Um auf das Felsenabgrund-Beispiel zurückzugreifen: Ich kann problemlos auf dem Bauch liegen und in die Tiefe schauen. So habe ich vor dem Schwindel so gut wie keine Angst. Im Sitzen auf der Kante fühl ich mich schon nicht mehr sicher, im Stehen geht das gar nicht.


(09.08.2017, 18:00)Brot82 schrieb: Das deckt sich mit meinen Erfahrungen, dieses "Schwindelgefühl vor der Tiefe". Kennt man vielleicht, wenn man in einer sternklaren Nacht nach oben starrt und versucht zu laufen.

Hast du schon mal versucht, im Wald senkrecht nach oben zu schauen und zu laufen? Wenn die Gipfel der Bäume hin und her schwanken? Da werd ich sofort schwindelig.

Im Klartraum habe ich lange Zeit mit ebensolchen Erscheinungen zu kämpfen gehabt. Am leichtesten fällt es mir immer noch, wenn ich so hoch fliege, dass ein Untergrund nicht erkennbar ist. Am schlimmsten war die Angst vor der Höhe immer, wenn ich von einem hohen Haus, Klippe usw. starten wollte. Die ersten Meter entschieden dabei, ob ich abstürze oder nicht. Ich kann nicht genau sagen, wieso das mit der Zeit besser wurde, vermute aber, dass euere Argumente mit dem Bewusstsein/Macht da reinspielten. Ganz überwunden ist die Höhenangst im KT noch nicht, aber ich vertraue auf die künftige positive Weiterentwicklung big
Seltsamerweise entsteht im KT keine Angst vor Höhe, wenn ich vom Boden aus starte. Dann ist er mir wahrscheinlich so vertraut, dass ich ihn getrost ignorieren kann biggrin

Aber schon spannend, welche verschiedenen Erfahrungen und Zusammenhänge zutage treten. Bei mir hat das Anti-Angst-Training im KT keinen bemerkenswerten Einfluss auf die WL-Höhenangst gehabt. Ich vermute mal deshalb, weil ich im WL ja tatsächlich verletzt werden könnte. Oder was denkt ihr? Sind Höhenangst, Höhenschwindel nicht eine natürliche Schutzeinrichtung? Muss man das überhaupt überwinden?

LG, Laura
Klarträumer sind Stehaufmännchen
Die Wahrheit macht frei
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RE: Angst und Angstbewältigung
#3
(10.08.2017, 12:52)Laura schrieb: Aber wehe, ich stehe auf einem Felsen und nähere mich dem Abgrund. Noch bevor ich in die Tiefe sehen kann, kribbelt es im Magen. Das wird immer schlimmer, bis ich zurücktrete.

Ganz genau!
Der Schwindel nimmt zu, schneller, wenn man näher an der Kante steht.
Wenn der Schwindel bei mir eine bestimmte Stärke oder Dauer überschritten hat, fangen dann meine Knie an "zu schwabbeln", ich habe das Gefühl, aus dem Gleichgewicht zu geraten.
Dann trete ich entweder vom Rand weg oder ich setze mich hin, bis es besser ist.

(10.08.2017, 12:52)Laura schrieb: Hast du schon mal versucht, im Wald senkrecht nach oben zu schauen und zu laufen? Wenn die Gipfel der Bäume hin und her schwanken? Da werd ich sofort schwindelig.

Habe ich mal gemacht, als ich beim Camping war.
Ich fange da auch an mit Schwanken und mir wird schwindelig. Da ich jedoch noch den unteren, näheren Teil der Bäume sehe, bin ich mir immernoch ungefähr bewusst, wie ich mich bewege.
Beim Sternenhimmel fehlt auch der letzte Rest an Bewegungshinweisen. Mir wird dann zwar nicht sofort schwindelig, verliere aber schnell das Gleichgewicht (womit dann auch Schwindelgefühl einsetzt).

(10.08.2017, 12:52)Laura schrieb: Im Klartraum habe ich lange Zeit mit ebensolchen Erscheinungen zu kämpfen gehabt. Am leichtesten fällt es mir immer noch, wenn ich so hoch fliege, dass ein Untergrund nicht erkennbar ist. Am schlimmsten war die Angst vor der Höhe immer, wenn ich von einem hohen Haus, Klippe usw. starten wollte. Die ersten Meter entschieden dabei, ob ich abstürze oder nicht. Ich kann nicht genau sagen, wieso das mit der Zeit besser wurde, vermute aber, dass euere Argumente mit dem Bewusstsein/Macht da reinspielten. Ganz überwunden ist die Höhenangst im KT noch nicht, aber ich vertraue auf die künftige positive Weiterentwicklung
Seltsamerweise entsteht im KT keine Angst vor Höhe, wenn ich vom Boden aus starte. Dann ist er mir wahrscheinlich so vertraut, dass ich ihn getrost ignorieren kann

Das kann ich wirklich schlecht beurteilen, da ich eben im Klartraum bisher immer vom Boden gestartet bin.
Nie bin ich von einem hohen Gebäude gestartet.

Das man bei einem Senkrechtstart weniger Angst hat als bei einem Gebäude- oder Fallstart, würde ich mir so erklären:
Ganz unterbewusst hat die Erwartung, dass große Höhe gefährlich ist und man hat deswegen Angst, Schwindel oder sonstige Reaktionen. Da man das erwartet, kann es sein, dass tatsächlich Angst auftritt.

Bei einem Senkrechtstart kommt man aber überhaupt nicht erst auf die Idee von der Gefährlichkeit. Vielleicht demonstriert der Senkrechtstart auch dem Unterbewusstsein oder der Erwartung die gewährleistete Sicherheit.

Ich kann es aber nur vermuten und spekulieren, das habe ich ja noch nicht gemacht.

(10.08.2017, 12:52)Laura schrieb: Bei mir hat das Anti-Angst-Training im KT keinen bemerkenswerten Einfluss auf die WL-Höhenangst gehabt. Ich vermute mal deshalb, weil ich im WL ja tatsächlich verletzt werden könnte. Oder was denkt ihr? Sind Höhenangst, Höhenschwindel nicht eine natürliche Schutzeinrichtung? Muss man das überhaupt überwinden?

Zum ersten Teil:
Das ist bestimmt einer der Gründe. Es gibt wahrscheinlich mehr.

Zum zweiten Teil:
Natürlich ist es eine natürliche Schutzeinrichtung, das ist völlig logisch.

Evolutionäres Beispiel:

Tiere, die Angst vor großer Tiefe haben, meiden diese.
Tiere, die keine Angst haben oder die Tiefe kaum wahrnehmen, meiden sie weniger.
Letztere fallen des öfteren auch mal in Schluchten rein, können also ihre Gene nicht mehr nach Nachkommen weitergeben.
Es ist also gesund, Respekt (oder eben auch Angst, wirkungsvoller) vor großer Tiefe oder größer Höhe zu haben. Evolutionär gesehen haben sich wohl die Höhenschwindel-Gene als nützlich erwiesen und behaupten können.

Wir müssen sie aber auch gar nicht überwinden.

Aber wir sollten sie zumindest mildern.

Damit meine ich also nicht, das wir angstbefreit und lebensmüde auf einem Telefonmasten herumhüpfen.

Sondern wenn ich zum Beispiel auf einer hohen Leiter stehe, dann kann ich mich im Schwindelfall weder hinsetzen, noch mich schnell entfernen und möglicherweise auch kaum festhalten (vielleicht habe ich was in der Hand, oder es geht halt nicht).
Und da kann dann der Schwindel und der Gleichgewichtsverlust weh tun oder ganz böse ausgehen, wenn man Pech hat.

Wenn ich auf einer Kirche stehe und mir die Aussicht ansehen will, dann ist es nicht hilfreich das Gleichgewicht zu verlieren oder einem den Magen umgedreht zu bekommen, weil da even ein Gitter ist. Es kann nichts passieren.

Man sollte im wenigsten Fall Respekt vor der Tiefe haben, aber dabei vor Schwindel nicht mehr stehen können muss nicht sein. Das kann ja u.U. gefährlich werden.
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RE: Angst und Angstbewältigung
#4
(10.08.2017, 12:52)Laura schrieb: Aber schon spannend, welche verschiedenen Erfahrungen und Zusammenhänge zutage treten. Bei mir hat das Anti-Angst-Training im KT keinen bemerkenswerten Einfluss auf die WL-Höhenangst gehabt. Ich vermute mal deshalb, weil ich im WL ja tatsächlich verletzt werden könnte. Oder was denkt ihr? Sind Höhenangst, Höhenschwindel nicht eine natürliche Schutzeinrichtung? Muss man das überhaupt überwinden?

LG, Laura

Schön, dass du dich eingeklinkt hast! big

wie bereits im anderen Thread erwähnt ist der Höhenschwindel eine Schutzeinrichtung.
Ich denke, eine echte Höhenangst geht mit den typischen Symptomen einer Angststörung einher.
Ob man die Höhenangst überwinden muss ist eine gute Frage. Ist es wirklich sinnvoll einen Schutzmechanismus wie diesen willentlich auszuschalten?
Ich vermute mal, dass die Angst vor Höhen im KT deshalb nicht da ist, weil der Körper durch das Wache Bewusstsein „weiß“, dass ihm nichts passieren kann.

Es wäre wirklich interessant zu wissen, ob man durch das Klarträumen eine solche Angst allein besiegen kann.
Da bin ich jetzt auf Berichte gespannt, sofern man sie hier veröffentlichen möchte.
»Some people have vivid imagination, some not so vivid, but everybody has vivid dreams.«

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RE: Angst und Angstbewältigung
#5
(Ohne die Diskussion im vorherigen Thread gelesen zu haben, klinke ich mich hier auch mal ein)

Zitat:Sind Höhenangst, Höhenschwindel nicht eine natürliche Schutzeinrichtung? Muss man das überhaupt überwinden?

1.: Ja, schon. Aber ich habe z.B. überhaupt keine Angst vor der Höhe, ich liebe alles, was hoch hinaus geht. Trotzdem bin ich nicht lebensmüde. Ich habe zwar keine Angst, jedoch großen Respekt vor der Höhe. Z.B. weiß ich beim Klettern genau, was passieren könnte, wenn ich abrutsche, habe jedoch genug Vertrauen in meine Fähigkeiten und weiß genau, was ich mir zumuten kann, um zu verhindern, dass das passiert. Oder ich sichere mich entsprechend ab.
2.: Ich denke, wie bei vielen Dingen kommt es hierbei auf den Leidensdruck an. Wie sehr schränkt die Angst den Alltag ein, wie sehr belastet sie einen? Und wie viel Zeit, Lust und Kraft hat man, um sich damit zu beschäftigen, sie loszuwerden?
Auf der Suche nach dem Mittelweg
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RE: Angst und Angstbewältigung
#6
(10.08.2017, 12:52)Laura schrieb: Am schlimmsten war die Angst vor der Höhe immer, wenn ich von einem hohen Haus, Klippe usw. starten wollte. Die ersten Meter entschieden dabei, ob ich abstürze oder nicht. Ich kann nicht genau sagen, wieso das mit der Zeit besser wurde, vermute aber, dass euere Argumente mit dem Bewusstsein/Macht da reinspielten. Ganz überwunden ist die Höhenangst im KT noch nicht, aber ich vertraue auf die künftige positive Weiterentwicklung big
Seltsamerweise entsteht im KT keine Angst vor Höhe, wenn ich vom Boden aus starte. Dann ist er mir wahrscheinlich so vertraut, dass ich ihn getrost ignorieren kann biggrin

Okay, ich habe es ausprobiert, wie sich das bei mir so mit Fallstarts und Höhenangst verhält.

Zitat:Ich sage mir: "Hey, ich träume!" Klar. Ich springe ab, bleibe stehen und fliege los. Eine Birke schwankt vor mir hin und her.
Da sind viele Bäume und auch einige Häuser und ein See. In der Ferne sehe ich ein großes altes Haus. Da will ich hin. Alle Häuser sehen irgendwie kaputt und alt aus.
Das Haus, [welches] beim ersten Blick einen alten und mitgenommen Zustand gemacht [hatte], entpuppt sich nun als bloßes Gestell mit einem Spielplatz drin und einem Baum außen dran.
Der Baum ist kahl, sieht etwa wie eine knorrige Eiche aus, hat eine raue Rinde und hat 13 kleinen Stämme insgesamt am unteren Ende. Einer davon ist der verdickte Hauptstamm. Ich zähle nochmals meine Finger. Mindestens 6, drei sind irgendwie verbunden. Ich fliege nach oben und lege mich auf eine Astgabelung weit oben. Ich sehe gerade nach unten. Etwas schwindelig wird mir, ich kann die Tiefe wahrnehmen und spüren. "Oh! Geht also doch", denke ich mir. Ich springe runter und versuche im Fall zu fliegen. Das klappt nicht. Ich lande einfach nur. Das Spielgerät im Gebäudegerüst ist blau, rot und gelb gefärbt, sieht aus wie ein Turm mit Rutsche. Die Optik war kristallklar. Sehr sehr gut.
(Von hier.)

Der Fallstart ist mir zwar nicht gelungen, aber ich habe die Höhe gespürt.

Hier ist es so gewesen, das ich gelegen habe. Im Liegen hatte ich ein stärkeres Tiefegefühl.

Ceesbe schrieb:2.: Ich denke, wie bei vielen Dingen kommt es hierbei auf den Leidensdruck an. Wie sehr schränkt die Angst den Alltag ein, wie sehr belastet sie einen? Und wie viel Zeit, Lust und Kraft hat man, um sich damit zu beschäftigen, sie loszuwerden?

Logisch! Als Bauarbeiter oder Fensterputzer wird man wohl mehr von Höhenangst eingeschränkt sein als zum Beispiel ein Lehrer oder Klempner.
Nicht-Beruflich gesehen hängt es natürlich von den Hobbies ab.
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RE: Angst und Angstbewältigung
#7
Ich habe mir verschiedene Artikel zum Thema Angst und Angststörung durchgelesen.
Uff...
Zumindest werden Autogenes Training, Hypnose und progressive Muskelentspannung als Teil einer Therapie erwähnt.
Also sollte Klarträumen zumindest einen positiven Effekt auf den Fortschritt einer psychotherapeutischen Behandlung haben.

Die Frage ist eben: Ist meine Angst nur eine Angst, die mich aber in meinem alltäglichen Leben kaum einschränkt, oder ist es eine Angst, die alle Bereiche meines Lebens beeinflusst?
»Some people have vivid imagination, some not so vivid, but everybody has vivid dreams.«

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RE: Angst und Angstbewältigung
#8
@Brot: Super, dass du das gleich ausprobiert hast im KT thumbsu

(11.08.2017, 21:50)Brot82 schrieb: Der Fallstart ist mir zwar nicht gelungen, aber ich habe die Höhe gespürt.

Hier ist es so gewesen, das ich gelegen habe. Im Liegen hatte ich ein stärkeres Tiefegefühl.

Wäre im WL mal interessant. Wenn du liegend so in die Tiefe schaust, nur dass Kopf oder Augen grade über den Rand reichen: Kommt der Schwindel dann allein oder ist er begleitet von Angst. Bei mir passiert das erste.

Mario schrieb:Also sollte Klarträumen zumindest einen positiven Effekt auf den Fortschritt einer psychotherapeutischen Behandlung haben.

Ja, denke ich auch. Geduld ist in manchen Fällen sicher sehr wichtig. Nicht zu früh aufgeben.
Ich habe z.B. meine Angst vor Wölfen mal übers KT bearbeitet. Aber es hat nur eine Zeit lang gewirkt. Deshalb vermute ich, dass ich damit noch nicht am Ende bin pink
Klarträumer sind Stehaufmännchen
Die Wahrheit macht frei
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RE: Angst und Angstbewältigung
#9
(17.08.2017, 12:07)Laura schrieb: Ja, denke ich auch. Geduld ist in manchen Fällen sicher sehr wichtig. Nicht zu früh aufgeben.
Ich habe z.B. meine Angst vor Wölfen mal übers KT bearbeitet. Aber es hat nur eine Zeit lang gewirkt. Deshalb vermute ich, dass ich damit noch nicht am Ende bin pink

Jetzt mal leicht OT:
Woher kommt denn eine Angst vor Wölfen? Das interessiert mich jetzt biggrin
»Some people have vivid imagination, some not so vivid, but everybody has vivid dreams.«

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RE: Angst und Angstbewältigung
#10
Hallo Mario,

da bin ich grade auch überfragt... Würde es denn Sinn machen, das zu wissen bzw. welchen?

Vielleicht fällt mir ja noch was dazu ein, ich vermute mal, dass es so vom Allgemeinbild des Wolfes herrührt, Märchen als Kind, TV-Sendungen, Bücher, genau weiß ich es wirklich nicht.

Möglicherweise handelt es sich hierbei ja um eine ebensolche natürliche Schutzfunktion wie oben bei der Höhenangst?

skeptic
Klarträumer sind Stehaufmännchen
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RE: Angst und Angstbewältigung
#11
Mich würde es interessieren, ja. biggrin
Wobei dieser Artikel sehr detailliert auf eben solche Ängste eingeht.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/a...haben.html

Aber BTT, es ist sehr interessant aus welchen erworbenen Verhaltensmustern Ängste entstehen.
»Some people have vivid imagination, some not so vivid, but everybody has vivid dreams.«

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RE: Angst und Angstbewältigung
#12
Sowas wie Höhenangst würde ich als Urangst, gekoppelt an schlichte Todesangst bzw, Ansgt vor Schmerz einstufen.

Interessanter finde ich, wie und woher andere Ängste kommen.

Ich habe die Theorie, dass ein bestimmtes Maß an Angst einfach notwendig ist. Vielleicht ist es uns sonst einfach zu langweilig oder unser Köper möchte hin und wieder den Notfall simulieren um zu schauen ob alle erforderlichen Abläufe noch sitzen. Und so kommt es dazu, dass wenn wir wenig bis kaum Urängste erfahren, sich diese in relativ belanglose Ängste wandeln.

Z.B. habe ich etwas Probleme mit dem Telefonieren. Die Vorstellung einer direkten sozialen Interaktion ohne dazu passende Mimik und Gestik ängstigt mich. Allerdings habe ich "mittelstarke" Höhenansgt, und wenn ich mal klettern gehe, sinken alle meine Nicht-Urängste nahezu auf Null.

Ebenso war ich eine Zeit lang in der "Wildnis" wandern und desöfteren der Angst ausgesetzt kein Wasser zu finden, mich zu verlaufen usw. Zurück in der Großstadt hat es sich angefühlt als wäre ich im Ikea-Ballparadies gelandet. Allerdings erschienen mir die Lebensweisen und Gelüste im "zivisierten Leben" dann sehr befremdlich und sinnlos.
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