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Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - Druckversion

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+--- Thema: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen (/showthread.php?tid=11541)

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Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - Scout - 29.10.2012

Hat jemand einen Rat?
In der letzten Zeit werde ich in meinen Träumen mit extremen Emotionen (in erster Linie Wut) konfrontiert, die innerhalb der Traumgeschichten durchaus Sinn machen, aber die in keinem Bezug zu meinem Wachleben zu stehen scheinen. Zum Beispiel komme ich im Traum in Situationen, denen ich so wütend werde, dass ich verbal ausraste, Sachen kaputt schlage oder Leute angreife.
Ich wache dann meist schlecht gelaunt auf, weil sich dadurch keine Lösung im Traum ergeben hat - aber ich fand es auch angemessen, dem Gefühl Ausdruck zu verleihen.

Ich frage mich, wie es zu diesen Traumsituationen überhaupt kommt und was ich damit anfangen soll. Ich bin im Wachleben zwar keine Drama Queen, aber schon jemand, der seine Gefühle zeigt, und kann mir schwer vorstellen, dass ich so viele unterdrückte Gefühle habe, dass sie in meinen Träumen explodieren müssten. Und egal, wie viel ich in meiner Seele oder in meiner Vergangenheit herumkrame, ich finde keinen realen Auslöser für diese heftigen Emotionen. Aber von irgendwo müssen sie ja kommen - oder nicht?

Welche Erfahrungen habt ihr mit euren Gefühlen im Traum gemacht?
Ist es damit "getan", die Emotion im Traum "auszuleben"? Oder macht es Sinn, sie im Wachleben noch mal durchzuspielen, auch ohne realen Hintergrund?


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - Zitrom - 29.10.2012

Gefühle sind in den Träumen manchmal intensiver manchmal weniger intensiv als im WL, da musst Du Dir wohl keine sorgen machen. Interesant ist es allerdings trotzdem :)
Eine gute Möglichkeit ist, dass Du jedes mal im WL einen RC machst, sobald Du nur den Hauch von Wut verspürst. so programmierst Du einen Trigger und wirst nach einiger Zeit jedesmal klar, wenn Du wütend bist. Was Du dann mit deinem Gefühlsausbruch machst, ist deine sache. Vielleicht fängst Du an mit den Traumpersonen zu reden oder kannst Dein UB befragen, warum Du so wütend bist. Probier einfach fröhlich rum :)


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - Scout - 30.10.2012

@Zitrom: Vielen Dank, gute Idee mit dem RC! Meine Güte, ich wäre nicht drauf gekommen, einen RC beim Auftauchen eines Gefühls zu machen … dabei ist das doch nahe liegend. Bin gespannt, was ich herausfinden kann, wenn ich während eines Wutanfalls klar werde.


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - spell bound - 31.10.2012

(29.10.2012, 18:16)Zitrom schrieb: Gefühle sind in den Träumen manchmal intensiver manchmal weniger intensiv als im WL, da musst Du Dir wohl keine sorgen machen. Interesant ist es allerdings trotzdem big
interessant ist es in der tat, allerdings sollte es doch nicht beruhigend sein, nur weil es üblich ist. wenn es üblich ist, dass man seine emotionen nicht versteht, ist das doch noch viel schlimmer, als wäre es eine ausnahme.

ich würd schon vermuten, dass die heftigen emotionen ansonsten unterdrückt werden. nun werden im traum die dinge zumeist anders dargestellt als sie sind. d.h. die emotion will zwar irgendwie heraus, zugleich ist die zensur am werk und verhindert, die wahren ursachen dafür anzugeben. also träumt man von emotional ähnlichen situationen, von situationen in denen man diese emotionen sich eher noch eingestehen kann. oder man träumt einfach nur von den emotionen, ohne einen sinnvollen zusammenhang.

wichtig ist: die heftigen emotionen an sich sind nie übertrieben.


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - Dreckiger_Dan - 31.10.2012

Bei mir ist es schon so, dass die Situation in der ich im Traum total aussteige in der relativ ähnlich verlief.

Zum Beispiel wenn ich eine Person aus meiner Klasse so laut wie nur möglich anschreie: "HALTS MAUL!", weil sie andauernd denn Blödsinn eines anderen Klassenkameraden nachplapert. Genau das hat mich in der Realität auch so an ihr gestört.


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - Scout - 31.10.2012

(31.10.2012, 00:15)spell bound schrieb: interessant ist es in der tat, allerdings sollte es doch nicht beruhigend sein, nur weil es üblich ist. wenn es üblich ist, dass man seine emotionen nicht versteht, ist das doch noch viel schlimmer, als wäre es eine ausnahme.

ich würd schon vermuten, dass die heftigen emotionen ansonsten unterdrückt werden. nun werden im traum die dinge zumeist anders dargestellt als sie sind. d.h. die emotion will zwar irgendwie heraus, zugleich ist die zensur am werk und verhindert, die wahren ursachen dafür anzugeben. also träumt man von emotional ähnlichen situationen, von situationen in denen man diese emotionen sich eher noch eingestehen kann. oder man träumt einfach nur von den emotionen, ohne einen sinnvollen zusammenhang.

wichtig ist: die heftigen emotionen an sich sind nie übertrieben.

Was ich mich frage: Wenn ich diese Emotion im Traum also herauslasse, ganz unabhängig von der Traumsituation, von der sie ausgelöst wird, müsste ich dann nicht eigentlich damit durch sein?
Oder muss ich erst den Auslöser der Emotion irgendwo/irgendwann im Wachleben lokalisieren, z.B. muss ich mich vielleicht an sowas erinnern wie: "mir ist mal als Baby der Schnuller runtergefallen, und ich war soooo frustriert, weil ihn keiner aufgehoben hat …" (hab hier jetzt extra übertrieben) huh

Manchmal träumt man ja auch sehr emotional und fühlt sich danach richtig gut oder sogar energetisiert, aber so geht es mir hier nicht.

(31.10.2012, 00:48)Dreckiger_Dan schrieb: Bei mir ist es schon so, dass die Situation in der ich im Traum total aussteige in der relativ ähnlich verlief.

Zum Beispiel wenn ich eine Person aus meiner Klasse so laut wie nur möglich anschreie: "HALTS MAUL!", weil sie andauernd denn Blödsinn eines anderen Klassenkameraden nachplapert. Genau das hat mich in der Realität auch so an ihr gestört.

In meinen Träumen ist es anders: Ich bin darin in Situationen, in denen ich im WL nie war. Außerdem verhalten sich die Traumpersonen, die reale Personen aus meinem Leben darstellen, völlig charakterfremd und absurd. Als würde ich im Traum fiktive Situationen durchspielen, um mal zu sehen, wie man sich so fühlt, wenn man in so eine Situation gerät.

Ich beobachte die Sache mal weiter …


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - wild@heart - 31.10.2012

Hm, klingt ja echt als wär's schwierig sich dem Problem anzunähern, wenn du schon so vieles ausgeschlossen hast.. Da kann ich glaub ich auch nicht viel zu sagen, außer vielleicht, daß ich für mich festgestellt habe, daß, wenn die Traumpersonen sich bei mir 'charakterfremd' verhalten, ich es manchmal darauf zurückführen kann, daß sie dann sozusagen reduziert sind auf ein bestimmtes Merkmal, welches ich verstärkt (am meisten ?) mit der WL-Person verbinde (meist unbewusst). Und das ist dann nicht wirklich ein 'Charakter'merkmal dieser Person, sondern ein Merkmal, welches ich auf sie projiziere. Oder auch die übertriebene (oder nicht?) Version einer auf diese Person bezogene Emotion die ich mir nicht eingestehen will (dadurch vll. die Projektion?).
Weiß nicht ob das hilft, du sagtest ja schon.. "Und egal, wie viel ich in meiner Seele oder in meiner Vergangenheit herumkrame" ..


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - Elen - 31.10.2012

Ich hatte eine Zeitlang sehr intensive emotionale Träume im Zusammenhang mit der Verarbeitung einer im WL extremen Situation. Die haben sich nach und nach geändert: Von Hilflosigkeit über blinde Wut hin zu Trauer und schliesslich zu einer Art ruhigen Gelassenheit. Während ich im WL immer wieder glaubte, über die Situation hinweg zu sein, sprachen meine Träume eine klare andere Sprache und sagten mir immer, wo ich wirklich stehe... sehr hilfreich, allerdings eben auch beim Aufwachen aufwühlend.

Ich kann nur empfehlen, die Träume anzunehmen, ihnen für ihren Ausdruck dessen, was du selbst nicht so gut wahrnehmen kannst, zu danken und zu beobachten, ob du irgendwo im Wachleben genau diese Erlebnisse unterdrückst. Und wenn du nichts findest, werden sich die Träume auch sehr bald wieder legen, denke ich.
Und die RC's sind auch eine klasse Idee wink4


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - spell bound - 01.11.2012

(31.10.2012, 19:49)Scout schrieb: Was ich mich frage: Wenn ich diese Emotion im Traum also herauslasse, ganz unabhängig von der Traumsituation, von der sie ausgelöst wird, müsste ich dann nicht eigentlich damit durch sein?
ein beispiel, um es zu verdeutlichen: du träumst von geilem essen oder von der befreiung, wasser zu lassen. reicht es dann, wenn du dich im traum diesen emotionen inbrünstig hingegeben hast? bist du dann 'durch' damit, ist alles getan? nein ich würde sagen, zu träumen ist immer nur der erste schritt. bzw. die träume zu verstehen der zweite. die bedürfnisse wollen ja schließlich ausgelebt werden, und sie beschränken sich nicht auf imaginäre befriedigung.

wenn es eine reale situation gibt, die dich wütend machte, dann reicht es auch nicht, die wut bloß im traum rauszulassen, und dann zu einer "ruhigen gelassenheit" zurückzukehren. andererseits bedeutet es noch lange nicht, dass die wut im wachleben rauszulassen unreflektiert geschehen soll. es geht eher in die richtung, zu seinen gefühlen in seinen handlungen stehen. ob man dadurch dann andere konfrontiert, so wie im traum oft, oder sogar sich gegen sie körperlich wehrt, kommt auf die situation an, da kann es oft auch günstig sein, das sein zu lassen, und sich auf andere weise nichts gefallen zu lassen.


Zitat:Oder muss ich erst den Auslöser der Emotion irgendwo/irgendwann im Wachleben lokalisieren, z.B. muss ich mich vielleicht an sowas erinnern wie: "mir ist mal als Baby der Schnuller runtergefallen, und ich war soooo frustriert, weil ihn keiner aufgehoben hat …" (hab hier jetzt extra übertrieben) huh
übertrieben ist das noch lange nicht. du scheinst ja gerade keinen zugang zu der verbindung zu haben, also liegt es doch nahe, dass dir gerade dinge als kleinlich, peinlich, dumm, und übertrieben vorkommen, die es aber aber eigentlich nicht sind. im gegenteil, gerade dass einem wichtige sachen heruntergespielt werden, lächerlich gemacht wird, usw. verdient wut als reaktion.


ps: interessanter nick. ein scout ist ja sozusagen aufklärer und liefert geheime informationen. könnte zu deiner mission passen, die die träume für dich bereitstellen.


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - Peter Trimus - 01.11.2012

Ich denke auch, Traum und Wachrealität müssen da getrennt werden, denn sowas wie Wut oder dergleichen bezieht sich immer auf eine konkrete Situation.


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - Scout - 01.11.2012

Vielen Dank euch allen, dass ihr euch so mit meiner Frage beschäftigt.
Eure Sichtweisen helfen mir sehr, das Problem auf verschiede Weisen anzugehen.

@wild@heart: Guter Hinweis. Ich schau mir mal an, ob mich deine Betrachtung bei meinen Traumpersonen weiterbringt. Ich muss ein bisschen in mehreren Träumen forschen, wer alles involviert ist …

@Elen: Mein WL ist z.Zt. eher entspannt, was solche Emotionen betrifft. Aber vielleicht ist das gerade der "Fehler"?
Ich bin tatsächlich dankbar für diese Träume. Ich weiß, dass ich meinen Träumen eigentlich vertrauen kann, und wenn etwas Auffälliges darin passiert, hat das meistens Hand und Fuß.

@spell bound: Du hast Recht, Essen und Wasserlassen im Traum hilft fürs Wachleben gar nichts. biggrin Allerdings muss ich einräumen, dass Hunger und Harndrang keine Emotionen sind, sondern körperliche Bedürfnisse, die befriedigt werden müssen. Vielleicht kann man das von Emotionen aber auch sagen. Ich weiß es nicht.
Manchmal bin ich im Traum sehr hungrig, aber nicht mehr, wenn ich aufwache. Vielleicht haben emotionale Situationen in Träumen ja auch ihre eigene "Wirklichkeit", die nur innerhalb des Traums gültig ist. Wenn ich mich z.B. im Traum unsterblich in eine fiktive Traumfigur verliebe, hält das Gefühl ja auch nur bis zum Aufwachen. Analog: Wenn ich einen sentimentalen Film gucke und bei einer Szene weine, WEISS ich, dass die Handlung fiktiv ist. In Wirklichkeit habe ich gar keinen Grund zu weinen.
Ich wollte bei der Beschreibung mit dem Schnuller nicht zynisch rüberkommen, ich nehme das durchaus ernst (sonst hätte ich hier im Forum gar nicht um rat gefragt). Ich weiß, dass es ganz banale Auslöser für alle möglichen Probleme in der Kindheit geben kann und wenn ich so weit forschen muss, dann tue ich das auch.

(Yep, mein nick hat geau diese Bedeutung. Hoffentlich werde ich ihm gerecht.^^)

@Peter Trimus: Meinst du damit, Wut muss einen konkreten Auslöser in der Realität haben? Auf jeden Fall schaue ich mir beide Realitäten jetzt sehr genau an.


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - spell bound - 01.11.2012

(01.11.2012, 20:10)Scout schrieb: Du hast Recht, Essen und Wasserlassen im Traum hilft fürs Wachleben gar nichts. biggrin Allerdings muss ich einräumen, dass Hunger und Harndrang keine Emotionen sind, sondern körperliche Bedürfnisse, die befriedigt werden müssen. Vielleicht kann man das von Emotionen aber auch sagen. Ich weiß es nicht.
emotionen und bedürfnisse hängen augenscheinlich zusammen. hunger und harndrang sind nicht bedürfnisse, aber sie zeigen sie an und bringen uns dazu, sie zu stillen. klar es sind einfache beispiele, bei wut oder verliebtheit ist es nicht so einfach zu sehen, aber doch würde ich sagen, hängen auch diese mit bedürfnissen zusammen, vielleicht komplexere.

Zitat:Manchmal bin ich im Traum sehr hungrig, aber nicht mehr, wenn ich aufwache. Vielleicht haben emotionale Situationen in Träumen ja auch ihre eigene "Wirklichkeit", die nur innerhalb des Traums gültig ist. Wenn ich mich z.B. im Traum unsterblich in eine fiktive Traumfigur verliebe, hält das Gefühl ja auch nur bis zum Aufwachen. Analog: Wenn ich einen sentimentalen Film gucke und bei einer Szene weine, WEISS ich, dass die Handlung fiktiv ist. In Wirklichkeit habe ich gar keinen Grund zu weinen.
so kann man es betrachten. aber das löst nicht den widerspruch, dass in all den "eigenen wirklichkeiten" doch ein element ist, das diese miteinander verbindet. weisst du welches ich meine?

in all diesen verschiedenen situationen, mögen sie simulation sein oder aktuelles ereignis, werden deine wahrnehmung und deine bedürfnisse berührt. klar heisst es nicht unbedingt, dass es im wachleben dieselbe situation gibt, wenn man in einem film an einer stelle weint. aber doch deutet es darauf hin, dass man bewegt ist von etwas, das im wachleben ebenso eintreten kann, oder es einmal tat. beim traum kommt noch viel mehr als beim betrachten fremder werke (wobei das betrachten ja den film auch ganz in persönlicher weise beleuchtet) hinzu, dass du auch der autor bist und somit es auch irgendwas direkt in deinem phantasie-zentrum geben muss, das dich dazu veranlasst, genau diesen traum und keinen anderen zu visualisieren. würden wir ständig wissen, was wir warum träumen, bräuchten wir keine klarträumer- ausbilung mehr.

Zitat:Ich wollte bei der Beschreibung mit dem Schnuller nicht zynisch rüberkommen, ich nehme das durchaus ernst (sonst hätte ich hier im Forum gar nicht um rat gefragt). Ich weiß, dass es ganz banale Auslöser für alle möglichen Probleme in der Kindheit geben kann und wenn ich so weit forschen muss, dann tue ich das auch.
ich glaube deiner gesinnungsbekundung. dennoch, kann es nicht sein, dass du auch entgegen deiner vorsätze zynisch wirkst, vielleicht ohne es selber zu merken?


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - Elen - 02.11.2012

Gibt es denn irgendetwas, das all diesen Träumen zugrunde liegt?

- in meinem Fall war es übrigens so, dass ich keine Möglichkeit hatte, im WL den Emotionen gerecht zu werden. Also haben sie sich, über längere Zeit hinweg und portionenweise, im Traumleben entladen. Nicht die schlechteste Lösung wink4
Abgesehen davon, hilft meistens auch "einmal rauslassen" im Wachleben nicht auf Dauer, es braucht oft doch mehr.


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - Scout - 05.11.2012

Hallo, und vielen Dank für euren Input. Seit ich das Thema hier gepostet habe, hat sich mein Traumleben auch weiter entwickelt. Bei einer bestimmten Person kann das, was wild@heart geschrieben hat, genau so hinkommen. Und dann hat mir auch noch eine Freundin, mit der ich über Träume spreche, mir eigentlich aus Gag eine Art Mission auferlegt … Ich kann momentan noch nicht viel darüber sagen, weil es für eine Entwicklung noch zu früh ist. Ich äußere mich dann noch konkreter dazu.big

@spell bound: Auf jeden Fall ist es sehr interessant, sich mit den Bedürfnissen weiter auseinander zu setzen. Ich denke auch, dass Emotionen genauso behandelt werden müssen wie Hunger oder Durst, also angenommen und ihrer Natur entsprechend gestillt.

so kann man es betrachten. aber das löst nicht den widerspruch, dass in all den "eigenen wirklichkeiten" doch ein element ist, das diese miteinander verbindet. weisst du welches ich meine?
Hier verstehe ich nicht, was du mit Widerspruch meinst.

Aber mal abgesehen davon, ob es einen (verborgenen) realen Auslöser für unsere emotionalen Reaktionen auf fiktive Wirklichkeiten gibt: Wir Menschen sind von Natur aus mitfühlende Wesen. Allein aus diesem Grund können wir eine fiktive Wirklichkeit, in der wir nicht selber die Hauptperson sind (wie im eigenen Traum) überhaupt verstehen und genießen.
Könnten unsere eigenen Träume vielleicht auch eine Art Geschichte sein, zu unserem eigenen Entertainment? Sicherlich mit einem "Lernziel" …

Danke, dass du so aufmerksam bist. Bitte weise mich gern wieder darauf hin, wenn du den Eindruck hast, dass ich zynisch wirke. Ich versuche hier ja tatsächlich etwas herauszufinden.

@Elen
Meinst du, ob es einen gemeinsamen Nenner gibt? Nicht immer, aber es gibt einen Haupttenor bei Träumen, die mich extrem wütend machen: Es geht meist darum, dass mir eine Traumfigur auf extrem hämische Weise Infos vorenthält oder versucht, mir mit falsche Informationen zu geben. Manchmal hat es schon geholfen, auf die Person loszugehen, um an die Infos zu kommen. Manchmal haben sich meine Emotionen im Traum auch auf positive Weise entladen und ich fühlte mich beim Aufwachen sehr energetisch und entspannt. Mit manchen Figuren komme ich aber auch nicht weiter …
Aber vielleicht ist es auch einfach eine Entwicklung, die man über einen längeren Zeitraum verfolgen muss.

Stimmt, das "Rauslassen" muss auch im Wachleben immer wieder erfolgen. Ich beobachte das gerade sehr genau, wie viel Gefühl schon an einem einzigen Tag ansammelt, das man nicht sofort ausdrücken kann. Nicht nur negative Emotionen, sondern auch sowas wie Lebensfreude.


RE: Umgang mit negativen Emotionen in Träumen - Elen - 05.11.2012

Ja genau, einen gemeinsamen Nenner meinte ich...

Begegnet dir dieses Szenario im Wachleben auch irgendwo? Oder anders betrachtet: Wärst du im Wachleben in so einer Situation auf dieselbe Art aufgewühlt, wie es dir im Traum passiert?

Dass du sagst, auch nicht herausgelassene Lebensfreude kann sich anstauen, finde ich sehr interessant. Kannst du dazu ein bisschen mehr sagen? Also wie sich das äussert z.B. ...